Irland |
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| 19.Aug. bis 2.Sep. 2000 (Flug und Hausboot) |
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Anbieter:
WavelineCruisers (wurde 2015 mit Carrickcraft fusioniert)
unser Boot WavePrincess - 9.45m lang - 3.5m breit - Motor 80 ps - Gewicht 7 Tonnen.
Die Route: (195.2 sm)
Killinure Point (Lough_Ree), Athlone, Clonmacnois, Shannonbridge, Banagher, Portumna,
Terryglass (Lough_Derg), Dromineer, Dromaan, Garrykennedy, Killaloe, Scariff, Mt_Shannon,
Williamstown, Dromineer, Terryglass, Banagher, Inner Lakes, Hodson Bay, Lecarrow, Killinure Point.
Sodele, nun habe ich mal in meinem Logbuch "etwas" gestöbert und versuche nun eine Art Reisebericht zu verfassen.
Es war mein erster Törn als Skipper, und den wollte ich (so gut es geht) ohne Fehler überstehen *bg*
Möglichkeiten zum Auflaufen/Stranden, bedingt durch das Niedrigwasser, waren ja jede Menge vorhanden.
Meine, im Jahr zuvor (1999) abgelegte, Internationale FB2-Boots-Prüfung sollte mir etliche Male zugute kommen, aber Anfänger war
ich damals und bin es wohl auch heute noch - obwohl mein Kontostand an Seemeilen von Jahr zu Jahr anwächst ;O)
1.Tag = 19.8.2000 Kapfenberg - Wien - Dublin - Killinure Point (IO63al)
Mit dem PKW nach Wien, dort das Auto auf den gemieteten Platz abgestellt und ab mit dem Reisegepäck zum Checkpoint.
Nach dem Einchecken war es Zeit für einen guten Kaffee - Abflug war pünktlich.
Der Flug von Wien
nach Dublin verlief ohne Probleme, der Transfer zwischen Dublin und Glassan war aber zum Vergessen.
Eingekeilt in einen Privat-PKW mußten wir zu fünft (mit Fahrer), inkl. teilweise Gepäck auf den Knien, gute
2 Std über uns ergehen lassen.
Ziemlich geschlaucht/genervt sind wir dann auch in der Marina Killinure Point angekommen - das ergab dann auch ein "intensives"
Telefongespräch mit der Firma Blaguss in Wien.
Wir wurden aber von Anita, Sven und seinem Team sehr freundlich empfangen (an dieser Stelle nochmals Dank an Sven, der mir
im Vorfeld jede! eMail sofort beantwortete - das waren einige *g*), und somit war fast alles wieder im Lot.
Die Einweisung unseres Bootes
übernahm Joel mit einer fachlichen Kompetenz, daß es eine Freude war sich mit ihm zu unterhalten.
Nach einer guten Stunde waren wir wieder im Hafen angelangt und ich legte unter seiner Aufsicht (unter viel Seitenwind) an.
Es konnte also morgen in der Früh losgehen und wir zogen uns für das Abendessen um, wir wollten nämlich ins
Killinure Chalet ... Oh, Oh, der Urlaub fing ja gut an, ziemlich voll und trotzdem fanden sich 2 Plätze für uns.
Woher, wohin, wir haben sehr gute Tipps bekommen, und eine Einladung auf ein Boot ("Breave Heart" von Sheila&Tony)
, wenn wir
nach 13 Tagen wieder in den Heimathafen einlaufen ...
2.Tag = 20.8.2000 Killinure Point - Banagher (IO63ae)
0730 Tagwache - und dann haben wir ein gutes Frühstück genossen (Anita und Sven hatten unsere Bestellung (via eMail) fein
säuberlich ins Boot bringen lassen) - Dichter Frühnebel über dem Wasser
.
1000 "Leinen los" - und Auslaufen, wolkenloses Wetter begleitete uns über den Lough Ree, Ingrid hatte den 2.Feldstecher,
half mir beim Navigieren (es ist doch etwas anders als im Mittelmeer *bg*) und sagte mir die nächsten Checkpunkte an.
1115 Schleuse Athlone - wir legten steuerbords vor der Schleuse an
, da der Gegenverkehr an der Reihe war.
Übernachten wollte ich nicht in Athlone, da es dort doch zu viele Diebstähle gibt - stimmt, viele Charterer lassen ihre
Angelruten auf dem Achterdeck liegen - "Gelegenheit macht Diebe" ...
Nach dem Schleusen
(Kosten = 1.20 IrPfund) erwartete uns der Shannon
mit einer Ruhe, die seinesgleichen sucht
.
Wenig später setzte sich Ingrid ans Steuer
und ich navigierte
mit Flußkarte und Fernglas.
1320 Clonmacnois - Der Anleger war fast komplett belegt
(und zu den landseitigen Stegen wollte ich nicht), naja, macht nichts,
wir wollten heute sowieso noch bis nach Banagher runter. Es ist 1400 und wir sind in Shannonbridge - 4/8 bewölkt und 26°C
Ankunft um 1520 in Banagher
Rein ins Büro von Silver Line - die Frage, ob wir hier für eine Nacht liegen dürfen, wurde mit einem
"yes, no problem" beantwortet.
Einkauf (zwischen 2 kurzen Regenschauern) im VIVO, schnell noch ein paar Moneten aus dem Bankomat gezogen und die gekauften Sachen im Boot
verstaut, Abendessen gabs auf dem Boot.
Dann haben wir uns den Ort genauer angesehen und sind im Pub J.J.Hough fast "hängengeblieben"...
Oh Mann, DAS muß man erlebt haben ... eine Stimmung ... und die Chefin persönlich am Klavier ;>)
3.Tag = 21.8.2000 Banagher - Terryglass (IO53vb)
0730 Tagwache - hmmmm, ich habe so ein komischen klopfen im Kopf ... *g*
Die Scheiben sind innen komplett feucht, an das müssen wir uns noch gewöhnen, also erstmal mit dem Handscheibenwischer die Scheiben cleanen.
Naja, viel besser wurde die Sicht auch nicht, irgend etwas trübt heute wohl meinen Blick... :-(
Duschen in der Marina von Silver Line ("Shower in the House") kostet 1 IrPfund. 
Die Sanitäranlagen sind wirklich 1A und man fühlt sich wie neugeboren :O)
Nach dem Frühstück wird kontrolliert: Öl, Motorstand, Filter, Wasser sowie Kühlschrank ... um ca 1030 gehts weiter nach Süden.
Um 1120 sind wir beim Victoria/Meelick-Lock und müssen warten, da der Gegenverkehr dran ist. 
Es ist komplett Windstill und mit 25°C relativ warm, und wir legen Backbordseitig an - "it`s time for a Guinness".
Info:
Es dürften auf der Nordseite der Schleuse schon etliche wegen dem glitschigen Steg ins Wasser gefallen sein.
Es wurde wohl deswegen eine Art Hasengitter über das Holz gespannt/genagelt. Wenn man nun seine Füße nicht ordentlich anhebt,
dann stolpert man regelrecht drüber ... und landet womöglich doch im Wasser *gg*.
Die Schleuse lassen wir um 1200 hinter uns und fahren gemütlich (5-6 Knoten) in Richtung Portumna.
Herrlicher Sonnenschein und Ruhe begleiten uns die ganze Zeit bis zur Drehbrücke bei Portumna (es ist 1305).

Viel Platz ist nicht zum Anlegen (mit 4 Booten ist "die Bude voll"), aber eine Irische Familie winkt uns längsseits heran
und Minuten später liegen wir im Paket - "it`s time for a Beer - u also like one?".
Wenn ablsout alles voll ist, dann heißt es das Boot drehen und Ankern - der Grund ist ok und es gibt somit keine Probleme.
In diesen 2 Stunden erfahren wir einiges über die Irish-Waterways und deren Benutzer ;O)
Um 1500 dreht sich die Brücke langsam und wir können als erste um 1505 durchfahren (Kosten = 1,20).
Eine halbe Stunde später (1525) laufen wir in den Hafen von Terryglass bei Regen ein - wenig später gab es wieder Sonnenschein. 
Innen ist Platz für ca 13 Boote
, es liegen abends aber doch ca 18 Boote im Hafenbecken, teilweise im Paket.
Später gibt es noch ein gutes Bier im "Dergh Inn", gegessen wird auf dem Boot - wir müssen ja auch den Kühlschrankinhalt plündern.
Noch schnell den morgigen Wetterbericht abhören und dann, nach ein paar Gläser Rotwein, ab in die Heia. :O)
4.Tag = 22.8.2000 Terryglass - Dromineer (IO52uw)
Um 0800 stehen wir auf und Ingrid bereitet das Frühstück vor - Ich arbeite inzwischen die tägliche Checkliste vom Boot ab.
Wir laufen um 0940 von Terryglass aus und nehmen die Strecke über den Lough Dergh in Angriff
(wir waren 3 Boote, denn man
sollte den See *nicht* alleine überqueren - und das wurde uns nicht nur einmal gesagt!.
Der Wetterbericht sagte uns ein Schönwetterfenster von 5 Std voraus, aber nach 2 Std wurde es ziemlich ungemütlich :O(
Ein Boot lief deswegen den Hafen von Rossmore an - wir 4 (2 Boote) fuhren in Richtung Dromineer, Garrykennedy weiter.
Der Wind frischte noch etwas auf (4-5 und kam von Backbord - Halber Wind, Raumschots), die Wellen teilweise 1m hoch, es trieb uns also stärker ab, als mir lieb war
.
Also hieß es kreuzen um keine größeren Probleme zu bekommen - die Sicht wurde durch den Regen ziemlich eingeschränkt,
ich entschloß mich aber trotzdem zwischen dem Festland und einer kleinen Insel durchzufahren um in den Hafen von Dromineer
zu kommen - so kam ich nämlich schneller in den Windschatten ;O).
Das andere Boot folgte mir, um 1130 waren wir im Hafen und banden unsere Boote fest.

Nein, diesesmal gabs kein Bier, sondern der "Manöverschluck" war fällig - ok, zugegeben, es wurden mehrere draus ;O).
Dann war erstmal ein 20-minütiges "Füssevertreten" fällig, tat uns gut, aber der Wind war noch immer ziemlich heftig.

Zwischen 1200 und 1400Uhr haben wir im "Whiskey Still"
zu Mittag gegessen .... boah, welch Riesenportionen!
Kostenpunkt mit allem drum und dran = 35,15 Pfund.
Da sich der Wind nicht legte und noch immer von Backbord kam, stand uns wohl eine unruhige Nacht bevor, aber zufällig wurde
ein Platz am anderen Steg frei und ich war, bevor ein anderer den selben Gedanken hat, wie der Blitz in dieser Lücke *gg*

Der Wind kam somit von vorne und tat uns nicht mehr weh.
Wir zogen also noch ne "Fußrunde"
und genossen die Gegend und den Blick auf den See.
Einen herrlichen Sonnenuntergang
konnten wir dann noch
als Tagesabschluß genießen.
5.Tag = 23.8.2000 Dromineer - Dromaan - Garrykennedy - Ballina/Killaloe (IO52st)
Mit dem Aufstehen wird es ab nun wohl immer später *bg*, ".. es ist beim Summerton 0900" ;>).
Es ist 1040 und wir lösen die Leinen von den Klampen und sehen uns mal Dromaan sowie Gerrykennedy an.
Beide Häfen sind nicht allzugross und mit Booten ziemlich belegt - die Offiziellen von Irish Waterways kleben aber
schon die ersten Aufkleber an die Boote (mit der Aufforderung, den Hafen nicht länger als ein paar Tage lang zu belegen).
Das betrifft die einheimischen Boote, die sich wohl einiges an Liegegebühren sparen wollten *g*.
Wir gondelten weiter in Richtung Ballina-Killaloe, dem südlichsten Punkt für unser Boot.
Weiter runter ist mit den Cruiserbooten nicht gestattet/möglich, da die Strömung des Shannon zu stark ist.
Bei herrlichem Wetter trafen wir in Ballina-Killaloe ein, drehten eine Runde in der Nähe der Brücke
, stellten fest, daß
fast alle Poller belegt sind und drehen in Richtung Stützpunkt Ireland Cruisers ab. Dort sind wir um 1255 angekommen.
Es half uns ein Angestellter beim Festmachen und sagte uns, daß wir ohne Probleme hier übernachten können.
Duschgelegenheit gabs in der Marina, Essen konnte man in der nähe der Brücke.

Oha, Thomas Gottschalk war auch schon des öfteren hier, es hingen etliche Fotos im Büro (dort bekam man den Schlüssel
für die Sanitäranlagen).
Es hatte 28°C und wir gingen über die Brücke in den Ort Killaloe und tranken Kaffee, gingen einkaufen und dann auf ein
Getränk beim öffentlichen Anleger in Ballina im "Galloping Hogans", ok wenn wir schon hier sind, dann Essen wir auch gleich zu Mittag :>).
Die Portionen waren auch hier enorm und ich befürchtete, daß ich in den 14 Tagen Irland wohl 3-4 kg zunehmen würde.
... hat sich dann auch bestätigt...
Hier trafen wir wieder die Irische Familie, an deren Bootbreitseite wir in Portumna angeleint waren - großes Hallo ...
Die Nacht in der Marina war gespenstisch ruhig, beim öffentlichen Anleger gings rund.
6.Tag = 24.8.2000 Ballina/Killaloe - Scariff Bay - Mountshannon (IO52sv)
0830 Tagwache, Frühstück, Motorkontrolle.
Es versprach, ein wunderbarer Tag zu werden 
Dieses Boot mußte zur Reparatur (der Schiffsführer ist auf Felsen aufgelaufen).
Um 1010 hieß es "Leinen los" und wir fuhren mit 1200 U/min in Richtung Scariff, an der Einfahrt drehten wir aber um, da uns
zuviele Boote entgegekamen - wir änderten den Kurs und fuhren, vorbei an kleinen Fischerbooten und Holy Island
, nach Mountshannon.
Die Fischer sind *immer* froh, wenn man in ihrer Nähe die Geschwindigkeit drosselt
, da sie sonst fast aus ihren schmalen Booten
fallen würden (leider halten sich manche "Skipper" nicht ans Speedlimit).
Bei herrlichstem Sonnenschein und 31°C kamen wir um 1250 in Mountshannon an
,
beim Anlegen half uns der Besitzer eines kleinen Segelbootes.
Schnell ein Bier genossen, meinem Gegenüber als Dank eines rübergereicht, zugeprostet und dann aufs Vordeck zum Sonnen,
und wieder: eine herrliche Ruhe herrscht am Shannon ... yes, i like it!
In der Zwischenzeit haben wir Steuer- und Backbords neue Nachbarn bekommen
(einmal Wien/Niederösterreich und einmal Deutschland).
Später haben wir uns dann den Hafen und den Ort angesehen.

Unwahrscheinlich kontaktfreudige Menschen sitzen vor den Häusern, für einen kurzen Tratsch bin ich sowieso immer zu haben.
Wir finden eine kleines Lokal
(Noels Restaurant) und beschließen,
hier das Abendessen im Freien einzunehmen.
Das war eine sehr gute Entscheidung, wir beschlossen einen weiteren Tag hier zu bleiben und bestellten einen Tisch für den nächsten
Abend, denn freitags ist es meist voll ... ok 1900 tomorrow..
Nach dem Abendessen präsentierte sich der Hafen so: 
Die Österreichischen Nachbarn gingen nun Essen, mit den deutschen Nachbarn leerten wir im Laufe des abends 2 gute Flaschen Rotwein,
viel Spaß war angesagt und so mancher Reisetipp wurde ausgetauscht und irgendwann in der Früh ging es dann in die Heia ...
7.Tag = 25.8.2000 Mountshannon (IO52sv)
Oarg, wir standen erst um 0915 auf und frühstückten erstmal ausgiebig.
Dann gings um 1130 zum Einkaufen in den Ort (kleiner, aber gut sortierter Laden), es ging sich gerade noch aus, daß wir
vor dem Gewitter zum Boot kamen und die Einkäufe in Sicherheit brachten.
Es krachte eine halbe Stunde lang so richtig, dann war der Spuk vorbei, aber auch die Sonne für diesen Tag.
Nachdem ich sowieso selten zum Lesen komme, ist nun die beste Gelegenheit ein Buch rauszusuchen und sich damit
aufs Vordeck zu verziehen.
Der Wetterbericht für den nächsten Tag war ok, wir wollten ja Morgen weiter und brauchten gutes Wetter um über den
See nach Dromineer zu kommen.
Am Abend haben wir wiederum in Noels Restaurant sehr gut gegessen, besuchten dann ein Museum
und gingen dann, "etwas" früher als
am Vortag, in die Betten.
Ahja: Mountshannon "bekam" eine zusätzliche/neue Jetty ... für 10 Boote?
8.Tag = 26.8.2000 Mountshannon - Williamstown - Dromineer (IO52uw)
Raus aus den Federn um 0915, dann Morgentoilette und Frühstück.
Um 1000 verabschiedeten wir uns von unseren Nachbarn und lösten die Festmacher um 1015, ab gings in Richtung Williamstown (1115 Uhr),
dort war es sehr eng mit dem Platz, darum fuhren wir nach Dromineer weiter.
(Bewölkt und ca 25°C, sowie eine leichte Brise aus SW, Wellengang ca 0.5m)
Dort um 1145 angekommen legten wir, am selben Platz wie vor ein paar Tagen, an und fixierten das Boot.

Tagesprogramm: Lesen und Faulenzen ;O) - Das Abendessen auf dem Boot (an Deck) schmeckte ausgezeichnet.
Es gab keinen Wein im Geschäft in Dromineer zu kaufen - jo mei, gut wenn man immer etwas mehr gebunkert hat ;O)
NE! - ich bin kein Alkvernichter, aber ich liebe eben guten Wein ... und ein Bier zur richtigen Zeit *g*
Der Wetterbericht für den kommenden Tag ist ebenfalls ok - fein, wir hatten ja noch ein Stück auf dem See zu fahren und gingen deshalb etwas früher in die Falle.
9.Tag = 27.8.2000 Dromineer - Terryglass (IO53vb)
Die frühe Nacht war etwas unruhig, nicht weil Wind aufkam, sondern weil 3 Jugendliche (15-17Jahre) im Volldampf (ziemlich abgefüllt)
sich mit den Schwimmstegen spielten, das schaukeln dürfte ihnen ganz gut gefallen haben, bis einem von den 3en schlecht wurde.
Nachdem derjenige sich an Land alles gesoffene durch dem Kopf hat laufen/gehen lassen, waren sie wieder weg und Ruhe kehrte ein:O))).
Also: um 0900 aufgestanden und ran ans Frühstück
Um 1000 sind wir dann aus dem Hafen gefahren - ca 2-3 Wind, Wellengang normal
aber hinter uns braute sich
doch etwas zusammen (das war eine der wenigen Zeiten, an denen ich "den Hebel auf den Tisch legte").
Wenn ich mir so unsere "Wasserspur" betrachte, dann ist schon ein gewaltiger Unterschied zum Meerwasser (Adria) und 410ps
anstatt Süßwasser und 80ps festzustellen *bg*
1050 Uhr Boje "F", 1115 Boje "G", 1125 Boje "H", 1140 Ankunft in Terryglass - Wetter: Sonne, Regen, Sonne, Regen, Sonne ...
Wir mußten wiedermal unser Kühlschranklager auffüllen und gingen in den Ort, dort kauften wir gleich neben dem Dergh Inn ein und schauten
kurz zum TV, es lief gerade ein Formel-1_Rennen (sofern ich mich richtig erinnere).
Das Wetter spielte seine Spielchen, aber das Wetter paßt immer - vorausgesetzt, man hatte die richtige Bekleidung am Leib ;O).
Alles frisch eingekaufte schnell in den Freezer und dann, nach dem Wasserbunkern, Faulenzen und Lesen ...
Später unterhielt sich Ingrid noch mit einer Frau aus London
,
sie wollten nach dem Wasserbunkern sofort nach Castle Harbour weiter.
Ingrid sagte ihr, daß sie gleich hier bleiben sollten, denn dort wird es voll sein - die meisten Bootfahrer benutzen diese
beiden Liegeplätze als "Sprungbrett" für die Brücke bei Portumna (die Drehbrücke ist zu bestimmten Zeiten, nur kurz,
geöffnet - nachzulesen im Captains Handbook).
Sie fuhren aber trotzdem weiter, und waren nach einer knappen 3/4 Stunde dann doch wieder hier.
Am Abend war der kleine Hafen ziemlich voll
... Päckchen, Päckchen - einige begriffen das Wort
"Päckchen" leider nicht, und wollten die "etwas zuspätkommenden" wieder hinausschicken :<( .
Etliche Boote mußten trotzdem an der Außenmole festgemacht werden.
Der "übliche" Sonnenuntergang:
.
10.Tag = 28.8.2000 Terryglass - Banagher (IO63ae)
Um ca 0830 krochen wir aus den Federn - Morgenstimmung: 
Abfahrt von Terryglass um 0940, ein paar Minuten später waren wir am Eingang zum Shannon 
20 Minuten später waren wir an der Drehbrücke von Portumna (waren ziemlich spät dran, denn die Brücke öffnet um 0945),
Ein Glück für uns: es gab einigen Gegenverkehr, somit kamen wir noch durch und mußten nicht bis 1100 Uhr warten.
Nachdem ich doch auch irgendwann mal tanken mußte, bin ich gleich nach dieser Brücke links rein zu Emerald Star und habe dort
77 Liter Diesel in den Tank gelassen (38,50 IrPfund)
Vorher mußte ich aber noch das Boot drehen, d.h. das "auf dem Teller drehen" ging ganz glatt über die Bühne ;>)
Um 1140 sind wir dann weiter in Richtung Norden geschippert, um 1250 waren wir an der Victoria-Lock und machten Mittagspause,
denn auch die Angestellten haben Mittagspause von 13 bis 14 Uhr - Herrliches Picknick bei sonnigem Wetter und 23°C.

Die Schleuse haben wir um 1430 verlassen und fuhren wieder langsam weiter nach Norden, unser Ziel war Banagher.
Den Ort Banagher erreichten wir um 1515, legten wieder bei Carrick Craft an, Leinen fest, Motor aus und ab in die Dusche.
Später gingen wir in das Restaurant neben der Brücke (ich glaube es hieß Vine House) um einen Tisch zu bestellen.
Dann vertraten wir uns die Beine und schlenderten durch die Straßen, bzw am Hafen entlang.
Um 1930 hatten wir unseren Termin und setzten uns, bzw. harrten der Dinge die da kommen :O)

Gefuttert hamma wie die Weltmeister und auch der Preis von 57 IrPfund konnte "sich sehen lassen", aber man lebt ja nur einmal
what shalls, jeder Bissen, jeder Schluck vom Weißwein war ein Genuß ;O)

Nach dem Essen sollte man ja bekanntlich Ruhen oder 1000 Schritte tun, also los gehts mit den 1000 Schritten ...

Der Hafen war abends komplett voll 
11.Tag = 29.8.2000 Banagher - Killinure Point (IO63al)
Den 11.Tag unseres Urlaubes begannen wir um 0830 und machten uns ans Frühstücken.
Es war zu Beginn nebelig, aber der hob sich dann und wir sahen einen wolkenlosen Himmel, die Temp. betrug 19°C.
Banagher haben wir um 0955 verlassen, passsierten das Kraftwerk um 1105, Shannonbridge um 1115
und ankerten
(ca 20 Minuten nach Clonmacnois
) um 1230 bei Long Island, es war Zeit eine Pause einzulegen
4/8 bedeckt, 21°C und leicht windig 
Der Anker hielt sehr gut, die Strömung ist doch etwas stärker als sonst.
Anker hoch um 1355 und weiter gehts nach Athlone zur Schleuse die wir um 1445 erreichten, natürlich war mal wieder
der Gegenverkehr an der Reihe, also warten und mit den Bootsnachbarn ratschen ;O)
um 1545 waren wir durchgeschleust und machten uns auf den Weg nach Killinure Point.
Eine Begebenheit, die ich noch zum Besten geben kann:
Gleich nachdem wir in den Lough Ree einbogen (schwarzes Seezeichen) hatte ich bei Little Yellow Island eine
stehende Peilung mit einem entgegenkommenden Boot.
Nach Steuerbord konnte ich nicht ausweichen, denn dort sind Felsen, also angedeutet, daß ich nach Backbord ausweichen werde.
Was macht der andere?, 1 Minute später nimmt er wieder Kurs auf unser Boot, also ich wieder nach Steuerbord ...
Richtig: dieser Trot.. nimmt wieder Kurs auf mich, also will der mich wohl ärgern :O)
Naja, nun blieb ich auf meinem Kurs und machte keine Anstalten mehr auszuweichen, bis es dem "Gegner" dann doch zu
gefährlich wurde und er ausgewichen ist.
Beim Vorbeifahren deutete ich ihm, ob er zuviel in die Birne geschüttet habe (NEIN, ich habe ihm keinen Vogel gezeigt),
als ich dann noch die bayrische Flagge gesehen habe (komplett falsch gehißt) rief ich rüber, er solle nicht soviel Saufen und
dann auch noch betrunken Bootfahren :>)
Gesehen habe ich 4 deutsche Betrunkowitsch, abgefüllt bis zum Rand - ich habe mir länger überlegt, ob ich denen die
Wasserpolizei auf den Hals setzen soll, aber ich hatte ja Urlaub und wollte den genießen.
An unserem Tagesziel
sind wir um 1640 angelangt und legten
unter heftigem Seitenwind an, schnelles Manöver war angesagt.
Ich war froh, daß unser Boot nicht diese Höhe wie andere aufweist (wesentlich geringere Windangriffsfläche), denn die hatten
echte Probleme beim Anlegemanöver.
12.Tag = 30.8.2000 Killinure Point - Inner Lakes - Hodson Bay - KPoint (IO53vb)
Schön langsam neigt sich dieser Superurlaub dem Ende zu :o(
Naja, wir stehen um 0845 auf und frühstücken mal ordentlich, es gibt Sonnenschein, 5/8 bedeckt und die Temp beträgt ca 18°C.
Heute legen wir erst um 1145 ab und fahren in die Innerlakes.
Wir sehen uns das Lokal Wineport an
, der Golfplatz weiter hinten ist sehr schön angelegt
.
Kurze Zeit später fahren wir am berühmt/berüchtigten "Hexagon Shoal" vorbei (hier laufen immer wieder Schiffe auf Grund).
Unser heutiges Ziel ist nicht allzuweit entfernt, es ist die Hodson Bay (IO63al)
,
darum sind wir auch relativ spät ausgelaufen.
Dort treffen wir um 1330 ein, hängen das Boot an die Leinen und spazieren der Mole entlang in Richtung Hotel.
Jede Menge Urlauber und Einheimische sind hier zu finden, die "Bude" ist voll, wir wollen aber sowieso wegen dem schönen Wetter
draußen sitzen.
Dort gibbets aber keine Bedienung, auch recht, wir stellen uns dann eben beim SelfService an *g*.
Das Essen schmeckt wunderbar und in kürzester Zeit läuft wieder die Konversation mit den Einheimischen - für mich immer wieder
erstaunlich, wie schnell man in Irland in ein Gespräch einbezogen wird.
Es ist 1445 und wir legen ab, der Wind kommt aus Westen, die Temp beträgt 21°C, ca 3/8 bedeckt.
Wir fahren zuerst nach SüdOst, um die Yellow Islands herum, und dann nach NordOst um nach Killinure Point zukommen.
Als die Uhr 1525 anzeigt, sind wir wieder im Heimathafen angelangt und legen unter heftigem Rückenwind an - da hieß es: husch, husch, Beeilung, Beeilung *g*
Kurze Zeit später schläft der Wind fast ein, darum lesen und faulenzen wir auf dem Deck und genießen den restlichen Tag.
Einige Bootbesitzer erkennen uns wieder und wir sitzen kurze Zeit später am Steg ... bei 1 bis 2 Guiness und Kilkenny ...
Ab 1800 Uhr wird es dann bedeckt und somit kühl, wir verziehen uns ins Boot, essen gut und lesen dann in unseren Schmökern weiter.
13.Tag = 31.8.2000 KPoint - Lecarrow - KPoint (IO53vb)
Mit dem Summerton ist es 0845 und wir öffnen erstmal die Augen ...
Es gab Regen und wieder ziemlichen Wind in der Nacht, ab 0900 kam dann die Sonne hervor und wir machen uns ans frühstücken.
0950, wir legen ab, unser heutiges Ziel ist Lecarrow.
Dieses mal fahren wir südlich der Insel Hare vorbei, dann quer über den Lough-Ree, ziemlicher Wind (ca 4Bft), ich ändere also
den Kurs, damit ich die Wellen in einem anderen Winkel anfahren kann, und schon ist es ruhiger.
Um 1015 sind wir an der Boje-1 (Slate Rock), die Boje-2 haben wir um 1025 querab, und kurze Zeit später die Bojen 3 und 4.
Der Warren Point ist auch mir Vorsicht zu genießen, bei Schönwetter aber kein Problem.
Wood Shoal (Boje-6) haben wir um 1105 erreicht, die nächste Boje Backbord lassen und dann rein in Richtung Lecarrow Canal.
An der roten Boje kommen unsere beiden deutschen Mitreisenden (mit denen wir im PWk 2 Std von Dublin bis Glasson gefahren sind) entgegen,
bedingt durch etwas rauhe See, haben sie uns nicht erkannt, sie mussten wohl mit ihrem kleineren Boot ganz schön kämpfen.
Der Kanal hat enormen Unterwasserbewuchs
und man muß ziemlich aufpassen,
damit die Schraube nicht durch das Seegras blockiert wird.
Wir mußten uns an einer "Unterwassermähmschine" vorbeiquetschen, dann waren wir im Hafen von Lecarrow angelangt, es ist 1140 Uhr
.
Leinen fest und wir steigen vom Boot um uns die Beine zu vertreten. Wir finden einen kleinen Laden
, dort kaufen wir für unser Mittagessen ein.
Regen wechselt sich ab mit Sonne, der Wind weht immer ...
Ingrid kocht eine Kleinigkeit (wir haben sicher wiedermal zugenommen)
, kurze Zeit später sind wir am Schlemmen
.
Draußen hat es trotz dem Wind 21°C, im Boot ist es richtig gemütlich :o)
Um 1330 legen wir ab und fahren aus dem Hafen von Lecarrow raus und in den Kanal rein.
Mittlerweile sind die 4 Männer mit dem Abmähen der Unterwasserpflazen fertig, ABER: der ganze Quatsch liegt nun auf der Oberfläche.
Links, oder rechts vorbei geht nicht, da müssen wir durch, also etliche Meter retour und dann mit "Hebel auf dem Tisch" durch die
abgeschnittenen Pflanzen ... pfff.
Als ich die gut 10m hinter uns hatte, merkte ich, daß das Boot nicht mehr auf vollen Touren lief.
Wir hatten also Seegras in der Schraube, feun feun ... Boot aufgestoppt und mal kurz retour gefahren, wurde etwas besser, aber für die
Überquerung des Lough_Rees war damit nichts anzufangen.
Erst mal raus aus dem Kanal
und dann sehen wir weiter, ich sah mich im Geiste schon bei einem Tauchgang *fg*.
Wäre aber eh nix neues gewesen, denn in der Adria mußte schon des öfteren getaucht werden - sei es, um den Anker zu kontrollieren,
oder die, vom Segelboot gewehten, Badetücher vom Grund zu holen ... ok, das Wasser ist in der Adria wohl wärmer *g*
In der Blackbrink Bay hatten wir genug Platz um Manöver zu fahren, also: 4 mal vor und zurück und die Schraube war frei, nun noch schnell
die Wasserfilter kontrolliert, alles ok, also raus auf den See.
Oha, der Wind hat zugelegt, "Irish Mist" gabs auch teilweise, die Scheibenwischer waren also gefragt, auch hieß es genau navigieren,
die Sicht war aber ok
.
Der Wind kam nach wie vor aus West, die Temp betrug 23°C, die Wellen waren auf der Westseite relativ klein und kurz, sie konnten sich
erst später auf der Ostseite des Sees aufbauen, dort müssen wir aber hin ;o)
Die Wellen haben das Boot dann ganz schön gewaschen (naja, wenigstens kein Salzwasser).
Trotzdem war es kein Problem über den See zu kommen, unser Boot ist ziemlich breit und wenn man die Wellen im richtigen Winkel
schneidet, wird es "relativ" ruhig (mit einem Segelboot wäre es natürlich weit ruhiger *g*).
Um 1530 sind wir wieder in der Marina angekommen, legten wieder röm.kath. an und vertäuten unser Boot am Schwimmsteg.
Faszinierend für mich anzusehen, wie schnell Ingrid sich an das Leben auf dem Boot eingestellt hat. Sie sagt heute noch, daß
dieser Urlaub einer der schönsten gewesen ist, wenn nicht gar der schönste - von der Ruhe und dem Erholungswert her sicher!
Auch gingen alle Anlegemanöver glatt, ich mußte ihr nicht sagen, was zu tun ist, egal, ob wir beim Ablegen eindampfen mußten,
welche Seite des Steges genommen werden mußte (Wind) oder wie die Leinen an den Klampen und Pollern festzumachen sind.
Auch, daß sie das Boot über die Klampen belegen muß, denn durch das direkte halten des Bootes (Mensch, Leine, Boot) haben
wegen Mißachtung dessen schon viele ein Bad genommen (in einem Mittelmeerhafen nicht gerade günstig) und/oder trugen
schmerzhafte Zerrungen/Abschürfungen davon.
Um 1600 Uhr haben wir ein Treffen mit meinem Amateurfunkfreund Paul_EI2CA vereinbart, pünktlich war er an der Schranke zum Hafen.
Schön, ihn nach so vielen Jahren das erstemal persönlich kennenzulernen, wir setzten uns in sein Auto und wir fuhren
nach Glassan (in einen Pub natürlich) - oh oh oh, hier ging es schon hoch her (heute ist aber erst Donnerstag).
Nach gut 1 1/2 Stunden fuhren wir weiter nach Portaneena Marina, dort liegt sein Holzboot "Vicky May". Er hat es in London zufällig gesehen
und sofort gekauft - wenn ich mich nicht irre, dann gibt es von diesem Boot nur noch 2 Stück.
Paul hat sich mit dem Boot sicher viel Arbeit gekauft, es gibt einiges zu repaieren und restaurieren, aber sein Beruf hilft
ihm sicher sehr dabei *g*.
"When u come next time to ireland, then the boat is ready".
Um 1900 Uhr muß Paul wieder nach Dublin retour und wir verabschieden uns sehr herzlich von ihm
, er hat mir im Vorfeld unserer Reise
wirklich sehr viele Tipps und Infos gegeben, dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Als wir wieder in "unserer" Marina ankamen, sahen wir gerade ein junges deutsches Ehepaar beim Anlegen (wir trafen uns 1 oder 2 mal unterwegs),
kurze Zeit später waren sie auf unserem Boot und wir unterhielten uns lange über das Bootfahren in Irland.
Ich habe keine Ahnung, wann wir die letzte Flasche Rotwein geleert hatten, aber es war schon ziemlich spät *grins*
Soviel gelacht hatten wir schon lange nicht mehr, wir hatten (auf österreichisch gesagt) eine "mords gaudi".
Einen Fehler machten wir, wir haben keine Adressen ausgetauscht, schade, die beiden hätten wir gerne wiedergesehen!
14.Tag = 01.9.2000 KPoint - Inner Lakes - KPoint (IO53vb)
Heute ist der 14. Tag auf dem Boot, eine Nacht hamma nur noch ... snief.
In der Nacht hat es mal ordentlich geschüttet, die Abreise wird uns somit wohl etwas leichter fallen.
Wir haben um 0830 die Tagwache und frühstücken (etwas verkatert *fg*) mal vorsichtig.
Draußen hat es 17°C und es ist komplett bedeckt, heute rausfahren? - mal sehen ...
Um 1000 Uhr lichtet sich der Himmel zu 4/8 Bewölkung und wir laufen um 1005 Uhr aus.
Unser Ziel lautet für heute: nicht viel fahren, nur faulenzen/lesen, dazu bieten sich am besten die Innerlakes an.
Es macht wieder etwas zu, wir haben kurze Zeit später gut 5/8 bedeckt, aber dafür 20°C, das paßt uns dann schon.
Um 1030 lassen wir den Anker fallen, stecken Kette und graben ihn ordentlich ein, wir können schwojen, wir sind alleine auf weiter Flur.
Eine Stunde lang lassen wir uns vom Wind im Kreise drehen, dann haben wir genug davon und lichten den Anker, wir schauen uns den schönen
Golfplatz genauer an, leider war niemand auf dem Grün, es gab also nix zu sehen.
Um 1130 waren wir an der Zapfsäule und tankten voll (Morgen früh ist ja Übergabe), wenig später (1150) legten wir das
letzte mal am Steg an ...*heul*
Dort trafen wir Sheila und Tony von der "Breave Heart", sie wiederholten die Einladung vom ersten Abend!
Um 1900 Uhr waren wir wieder im Killinure Challet
und saßen mit etlichen Irischen Bekannten (vom ersten Abend!) an einem Tisch.
Leider (oder Gottseidank?) mußten wir zu unserer nächsten Verabredung, wir wären hier wohl "abgestürzt" ...
Sheila und Tony erwarteten uns schon auf ihrem Boot
.
Wir genossen einige Gläser Rotwein
, wir unterhielten uns über den Shannon, über Irland,
über unsere Hobbies, über ... jedenfalls war es sehr schnell nach Mitternacht und wir mußten vom Boot, Morgen früh um
0845 soll der Autobus da sein um uns nach Dublin zu bringen.
Wir verabschiedeten uns von den Beiden und gingen (etwas unsicher, grins) auf unser Boot, dort verbrachten wir unsere (vorläufig) letzte Shannon-Nacht.
15.Tag = 02.9.2000 Killinure Point - Dublin - Wien - Kapfenberg (IO53vb)
Keuch, raus aus den Federn und das um 0800 Uhr ... und der Bus kommt anstatt um 0845 erst um 0932 daher
,
die Uhren laufen in Irland doch etwas gemütlicher *g*
Wir hatten also vorher noch genug Zeit um ein Gruppenfoto zu machen 
Von links nach rechts:
Die beiden deutschen Urlauber (denen wir vor dem Lecarrow-Kanal begegneten), Ingrid, Anita Neubert, eine Angestellte von Waveline-Cruisers und Sven Neubert.
Es dauerte nicht allzulange bis wir in Dublin ankamen (kein Stau) und wir stiegen am Flughafen aus.
In der Hektik des Eincheckens machten wir den nächsten "Fehler", wir haben unsere beiden deutschen Mitreisenden aus den Augen verloren und
konnten uns somit nicht von ihnen verabschieden ... das ist *nicht* unsere Art.
Es herrschte ziemlicher Betrieb am Airport und wir mußten uns dann auch noch an einem anderen Gate anstellen ... "sorry, we have technical problems"
Mit einer knappen halben Stunde Verspätung rollten wir aufs Startfeld
.
Kurze Zeit später waren wir in der Luft
, der Landeanflug in Wien-Schwechat
.
Conclusio:
- Ein wirklich schöner Urlaub ist zu Ende (nicht gerade billig, aber man gönnt sich ja sonst nichts *ggg*)
- Wir haben sicher vor, daß wir bald wieder dorthin fahren werden.
Es gibt für uns aber noch so viele Reiseziele, es wird also sicher einige Jahre dauern - zumal wir seit 2001 mit einem Wohnmobil unterwegs sind.
- Wer Ruhe sucht, der ist in Irland sehr gut aufgehoben, die Menschen sind gegenüber Fremden sehr! offen, es machte immer Spaß mit ihnen zu plaudern.
- Die Preise in den guten Restaurants sind relativ hoch, aber dafür wird auch einiges geboten - so richtig gemütlich wird es, wenn man
einer Live-Band zuhören kann, oder die Chefin selber am Klavier sitzt (Banagher).
Es ist sicher: die Iren können feiern und singen, da gibt es keine gekünstelte Stimmung und man ist (wie in Südserbien und Griechenland)
ziemlich schnell "mittendrin"...
- Eines fehlt mir auf den Irish Waterways schon sehr:
Ich vermisse schmerzlich die Stromanschlüsse in den Häfen!
Wenn man mal 2 Tage in einem Hafen liegt (oder wegen Schlechtwetter liegen muß), dann ist es nicht gerade "das gelbe vom Ei", wenn ich
für das Laden der Batterien und/oder warmes Duschwasser für mind. 1 Stunde lang den Motor (im Leerlauf) laufen lassen muß.
Unser spezieller Dank gilt:
Meinen Amateurfunkfreunden Paul_EI2CA, Charly_EI5FK und Tony_EI0RTS, sowie Anita und Sven & Crew von WavelineCruiser,
Sheila & Tony (Breave Heart), Mike & Monica (Sea Falcon), "Mosquito", "Captain Harper",
an die Irische Familie auf dem Boot WaveEarl_Cornflower,
sowie an alle, die wir zwischen Killaloe and Lecarrow abends in den Pubs getroffen haben ... har har ;-)
Auf ein Wiedersehen in Irland ...