Wir wurden 1951/1956 geboren und reisen sehr gerne mit unserem Wohnmobil.
Vorwiegend sind wir in den südlichen Nachbarländern unterwegs.
Kroatien, Griechenland (egal ob Nord oder Süd), Sardinien, die Toskana, der Süden Italiens sind
unsere primären Reiseziele - ab Pescara fängt für uns Italien erst an.
Wie heißt es so schön: "Südlich von Rom beginnt Griechenland, aber Italien hört nicht auf"!
Des öfteren fahren wir auch nach Dänemark oder fliegen für 2 Wochen nach Irland um auf
einem 80ps_Hausboot den Shannon rauf/runter zu schippern.
Manchesmal sind wir auch auf einem 9m Sportboot in Dalmatien und machen die Adria (zwischen Zadar und Korcula)
unsicher :O)
Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, die beiden Motoren (2x 8 Zylinder, 2x 4.3Liter Hubraum und 2x 205ps) des
27 Fuß langen und nur 3 Tonnen schweren Bootes unter den Füßen zu spüren.
Wehe, wenn die 410 Pferdchen losgelassen werden (Hebel auf dem Tisch), dann gehts ab bis gut 45 Knoten ... (bei glattem Wasser)
... aber nur bis zum nächsten Blick auf die beiden Tanknadeln, denn 340Liter Superbenzin sind schnell "verplempert" und die
nächste Zapfsäule in der Marina ruft dich ... snief.
Mit einem Segelboot ist es "etwas" billiger, darum bin ich öfters für 1 Woche in der Adria mit meinen Arbeitskollegen zum Segeln.
Nachdem meine Eltern mir im Jahre 1959 das Zelten näherbrachten, merkte ich, wie mich das
Campingleben infizierte und immer mehr faszinierte.
Stehenbleiben, wo man wollte, Schlafen solange es ging, Essen wann man Lust drauf hatte usw...
Eben genau diese Freiheit wars.
Ich zeltete, mit Unterbrechungen, zwischen 1959 und 1986 - also 27 Jahre.
Dann kam der Wunsch nach einem Zeltanhänger auf und es wurde gesucht, viel herumgefahren und
letztendlich ist es dann im Herbst 1987 doch ein 5 Jahre alter Wohnwagen geworden - ein Chateau_440-Elite.
Wir sind dann 14 Jahre mit dem Wohnwagen gereist und er hat 3 Zugmaschinen "überlebt".
Der Wohnwagen war für uns 3 Personen (inkl. Tochter) einfach ideal, da ich immer sage/sagte:
lieber einen kleineren Wohnwagen, dafür ein großes Vorzelt und ein zusätzliches Sonnensegel.

Auch hatten wir, Gottseidank, nie das Pech eines Unfalles, nie einen Reifenplatzer oder eine andere Panne!
Alle 5 Jahre wurde dem Wohnwagen ein neuer Satz Reifen spendiert, eine gute Wartung der Radlager sowie der Auflaufbremse,
und los gings in den wohlverdienten Urlaub.
Nachdem Ingrid ihren 2. Beruf abgeschlossen hatte, war es am neuen Arbeitsplatz nicht mehr möglich länger als 2 Wochen fernzubleiben.
Somit war der Wohnwagen nicht mehr so auszunützen wie früher und darum suchten wir ab
Herbst 2000 - wir hatten uns für 1998 und 1999 jeweils ein Wohnmobil ausgeborgt - nach einem eigenen Wohnmobil.
Wir fuhren wieder "etliche" km um dann doch in unserer Nähe im April_2001 bei einem
Hymer B-Klasse_574 hängenzubleiben.
Der 2.5 liter Turbodiesel mit seinen 115ps reicht uns vollkommen, nur könnte der 4.Gang ruhig etwas
länger übersetzt sein (max. 100km/h).
Bei langen Steigungen, wie z.B. am Apenin, ist es nicht immer möglich mit dem 5.Gang raufzubrettern zumal
einem die LKW`s immer wieder abbremsen... jo mei, Reisen statt Rasen heißt es ja schließlich...
Ausgeruht und/oder übernachtet wird auf Camping-, di Sosta-, ProMobilplätzen oder (wenn es gerade paßt)
auch "irgendwo in der Pampa"... und wenn es neben einem Friedhof ist, dort hat man sowieso die größte Ruhe *xfg*
Der CP hat den Vorteil, daß man nicht unbedingt ein "getriebener" WoMo_Fahrer ist/wird und unbedingt am
nächsten Tag wieder weiter hetzt ... nur um sagen zu können: "ja, das kennen wir, hier waren wir auch schon"... ja, durchgefahren *g*
Sehr vielen WoMo_Fahrern geht es nämlich so.
Wie im Leben:
Lieber etwas weniger, aber dafür alles intensiver erleben und wiederkommen ... soll heissen: einmal = keinmal *bg*
Damit wir auch die, für uns, interessanten Plätze, Buchten, Restaurants, Abzweigungen usw wieder finden,
navigiere ich seit dem Jahre 1997 (zusätzlich!) mit einem Garmin_GPS durch die Gegend.
Der alte GPS-38 wurde (nach 5 Jahren) im August-2002 durch den neueren Garmin GPS-12xl ersetzt.
Der wiederum mußte (nach 6 Jahren) im Oktober-2008 einem Garmin GPSMap 76CSx weichen ...
Weiters zeichnet ein Datalogger die NMEA-Daten auf (Torzeit ist einstellbar).
Somit ist es mir später möglich, meine Route auf dem Netbook anzeigen zu lassen und ich weiß somit auch,
WO ich WELCHES Foto geschossen habe.
Das Netbook ist ein ASUS-900 mit dem originalen Windows-XP-Home - auf einer 8GB_SDHC-Karte (im SD-Slot) habe ich
zusätzlich ein LinuX_Ubuntu-eee installiert (Das LinuX-System mußte einfach drauf *gg*).
Der ASUS-900 hat alles, was man für unterwegs braucht:
KEINE Festplatte, sondern eine 12GB SSD-Karte (4GB und 8GB Partitionen), WLAN, 1.3Mpix WebCam, Blue-Tooth usw ...
Eine GPS-Maus und die Software von TTQV-4 arbeiten hervorragend mit dem "Kleinen" zusammen, die Landkarten stammen von
AustrianMap (Rasterkarten), NavTech (Vektorkarten), TeleInfo (Vektorkarten), TPC_Karten (Fliegerkarten).
Fürs navigieren auf See verwende ich die Seekarten aus Papier vom Kroatischen Seeamt.
Ich habe die Adria auch auf einer CD, und kann somit meine Berechnungen kontrollieren (fein, wenn es keine Differenzen gibt *g*).
Dazu ein Tipp: Es gibt 2 Handbücher von Karl-H.Beständig - "808 Häfen und Buchten" sowie "1000 Wegpunkte".
Die beiden sind aufeinander abgestimmt und ich kann sie, uneingeschränkt, jedem Bootfahrer für die östliche Adria empfehlen.
Mit GPS zu navigieren ist eine wirklich feine Sache, doch ist eine "normale" Karte durch nichts zu ersetzen (die liegt vorne auf der Ablage).
... außer durch eine gute Beifahrerin, und die habe ich ja ;)
Da aber auch Ingrid sehr viele Kilometer mit dem Womo fährt, bin ich dann eben der Navigator.
Wenn wir unterwegs sind, dann muß ja irgendwer auf unser zu Hause aufpassen.
Das erledigten zwischen 1990 und 2007 unsere beiden Norwegischen Waldkatzen.
Nach einem Schlaganfall unserer Katze "Kitty" (sie wurde 16 Jahre alt)
am 9.Oktober.2004 (0230 nachts) mußten wir sie schweren Herzens eine halbe Stunde
später vom Tierarzt einschläfern lassen ...
Am 13.Jänner.2007 mußte auch unser Kater "Dusty" (er wurde 17 Jahre alt)
vom Tierarzt eingeschläfert werden.
... nun ist es in unserer Wohnung leider sehr still geworden :o(
Wir hatten in ca 20 Jahren einen Zwergpapagei und 3 Katzen, wir werden ab nun keine Haustiere mehr aufnehmen,
der Abschied ist nämlich wesentlich schwerer als man (vorher) denkt.
Ich weiß nicht mehr, wo ich folgenden Spruch gelesen habe:
"Wer keine Tiere liebt, der liebt auch keine Menschen" - in dem Sinne: "ciao ihr Lieben ..."