Sardinien |
|---|
| August/September-2002 -*- August/September-2007 -*- September-2011 |
|---|
| 20.Aug. bis 7.Sep. 2002 (Wohnmobil) |
|---|

Abfahrt frühmorgens am 20.August in Richtung Livorno, und wir werden, voraussichtlich, am Campinplatz Miramare
für 2 Tage in Antignano bleiben.
DACHTEN wir, aber dort war es proppe voll, also weiter nach Süden zu unserem (schon bekannten) CP in Vada.
Ich war überrascht, daß auch dieser Platz voll war, aber man hat ja draußen vor dem CP jede Menge Platz
um sein Fahrzeug abzustellen. 
Nach einer kurzen CP_Besichtigung waren wir wirklich froh, drinnen keinen Platz bekommen zu haben, wir hatten draußen weit
mehr Bewegungsfreiheit.
Angenehm warm war es auch noch (35°C) und so arbeitete unsere Klimaanlage um die Temp im Womo gemütlich zu halten.
Abends ging es dann in "unser" bekanntes Lokal zum Fischessen und Weinkosten ... lecker wie immer ... :O)
Der nächste Tag verging dann mit faulenzen, und wir unterhielten uns mit den Nachbarn neben uns (sie fahren weiter gen Süden/Rom)
und mit den Salzburgern, die noch ein paar Tage hier bleiben wollen.
Ich mußte noch schnell 2 Sicherungwen auswechseln, da der Einstieg und das Horn nicht mehr funktionierten.
15A reichen offenbar für das Kompressorhorn nicht aus, also mal nachmessen ... Ellha, dieses Stück zieht 17A :O)
Na gut, dann muß es für die Zukunft eben eine 20A Sicherung tun...
Am 22.8. in der früh gings dann in den Hafen von Livorno und wir checkten ein. 
Das Beladen dauerte nur 25 Minuten und ab gings (fast pünktlich um 09 Uhr) mit der "Sardinia Regina" von Sardinia Ferries
in Richtung Golfo Aranci nach Sardinien...
Ankunft dort um 1815 Uhr 
Dann weiter nach Olbia, wo wir bei Bekannten übernachtet haben.
Adriana, Erich und ihre beiden Söhne haben uns äußerst liebevoll aufgenommen, wir danken Euch dafür!
Aber wir sehen (sahen) uns ja sowieso in den Weihnachtsferien :O)))
Am 23.8. sind wir dann um ca 0745 erstmal in Richtung Süden abgefahren ...
Ich habe ja keinen "Schulz" und halte mich nicht an solchen Schmarrn, denn wenn man auf solchen "Traumplätzen" ankommt, dann
stehen schon einige mit diesem Käse in der Hand ratlos herum und suchen eine Entsorgung, einen Weg, eine Wasserstelle ...
Woher ich das kenne? - naja, ich habe schon so manchen deutschen Staatsbürger drüber fluchen hören.
Olbia, Nuoro (hier machten wir mal eine längere Rast und frühstückten ausgiebig), Oristano, Siliqua.
Hier hatten wir eine Zwangspause, da ein Gewitter mit sehr starkem Seitenwind im Anmarsch war.
Auch sah es so komisch Grau/Gelb aus, ein fast 100%iges Zeichen für Hagel, also mal schnell kurzerhand unter einer Brücke
das Womo abgestellt und abwarten - als das Gewitter herankam, waren wir froh unter der Brücke zu stehen, denn der Wind pfiff nur so,
und man sah nichts mehr, außer, daß die Fetzen/Äste flogen grins.
So nach und nach wurde der Platz hinter uns und vor uns gefüllt, als dort kein Platz mehr war, blieben die Sarden
beinhart auf der 1. UND auch auf der 2. Fahrspur stehen ... frei blieb nur eine schmale Stelle.
Ein Wunder, daß es da nicht gekracht hat (ja, das Gewitter machte 1 Std enormen Krach!), und dann kam doch wirklich ein
Auto mit den Carabinieries und verscheuchte die Autofahrer von den Fahrstreifen. Naja, sicher nicht mit dem letzten Nachdruck ;)
Fein, wir standen gut und durften bleiben... und auch die "Plätze" waren nach der Abfahrt der Polizei sofort wieder besetzt :O))
Als Krönung kam dann wirklich der Hagel
mit so ca 2-3cm Körner, es wäre also die Feuertaufe für unser Womo gewesen
... pffff, echt Schwein gehabt ... Der Kleinlaster hinter uns bekam sein Fett weg ...
Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und es ging weiter in Richtung Westen, überall lagen Äste auf der Straße
und es war sicher auch die Gefahr von Aqua-Planing, also Tempo niedrig halten und mit max. 80 km/h weitergondeln
Carbonia, Villarios, Is Pillonis und zum Ziel Porto Pino.
In Porto Pino angekommen, hieß es erstmal nach links abbiegen, dann ... hmmm, wohin nun?
Vor lauter schauen, wo es denn nun weitergeht (links oder geradeaus), habe ich doch glatt rechts einen dünnen Ast übersehen.
Eh klaro, der beschi.. Ast mußte sich knapp unter der Markise für "die Zeit danach" verewigen ...:O(
Naja, von mir aus, jedenfalls haben wir die Zufahrt zum Strand gefunden.
Wer denkt, daß die Sarden ab mitte August nicht mehr am Strand sitzen, der irrt gewaltig, wir ergatterten den letzten Platz am CP.
Aber es ist immer wieder ein schönes Gefühl zwischen den Einheimischen zu sitzen, so lernt man die Menschen am besten kennen,
und man bekommt so sehr oft die Zubereitung von Orignalgerichten genau vorgezeigt ... 1 Minute zusehen und/oder fragen und Er/Sie legt los ;)
Mir stellt es in fremden Ländern die Haare auf, wenn ich so manche Speisekarte lese: Weißwurst, Heineken, Wiener Schnitzel und, und... :O(
Ich fahre ins Ausland um das Leben, die Menschen dort kennen zulernen und nicht um das Gefühl zu haben ich bin eh zu Hause.
Sehr oft bin ich der Sprache nicht mächtig (fast kein griechisch, wenig kroatisch, bißchen italienisch), aber wenn
die Einheimischen merken, daß man sich nur ein bißchen um ihre Sprache bemüht, dann freut es sie enorm! und sie kommen
dir entgegen ... egal, wie man herumstottert oder die Grammatik nicht beherrscht.
In Süditalien hilft einem sowieso kein Englisch, auch ist dort das Italienisch "etwas anders" als im Norden, wers nicht glaubt,
der soll mal nach Kalabrien fahren.
OK, hier
bleiben wir für einige Tage bei Temp. zwischen 28° und 35°C,
die Klima muß also wieder arbeiten,
der Stellplatz am CP ist mit 6A abgesichert, das geht sich also locker aus.
Grauwasser/Toilette entsorgt, Frischwasser gebunkert, wir waren gerüstet für die Weiterfahrt, aber zuerst wird mal gefaulenzt und viel gelesen.
Es gibt hier jede Menge Wanderdünen
, also Fahrräder runter und mal
die Gegend erkundet, bis wir eine Hinweistafel mit "Dune"
gefunden haben ... Echt beeindruckend der Strand, der allerdings am Wochenende komplett voll ist.
Nach 5 Nächten gings dann weiter nach S.Anna Aresi (Einkaufen im Supermarkt neben der Kreuzung) und dann nach Teulada
zum Tanken, und wenn der Bankomat schon mal hier ist, Geld abheben (gleich hinter den Carabinieri), Costa del Sud,
über den Capoterra-Paß (herrliche Aussichten, leider zuwenig Plätze um stehenzubleiben und um zu fotografieren) nach Pula und weiter Richtung Cagliari
Dort haben wir die Stadt westlich und nördlich umfahren, und sind dann über das Sarrabus Gebirge zur Costa Rei gefahren (in Richtung Villasimius war mir zuviel Verkehr).
Diese Strecke ist einfach traumhaft schön, die Straßen sind zwar schmal, aber gut ausgebaut, und man sieht echt tief runter in die
Schluchten, wo bei Hochwasser und Schneeschmelze sicher viel Wasser fließt! (Leider auch hier fast keine Möglichkeit zum Anhalten/Parken).
Vorher hatten wir noch ein sehr gutes Mittagessen in S.Piamo genossen - das Resti steht direkt neben der Straße und
hat 24 Std geöffnet, außerdem hat es einen klimatisierten Raum ;)
Parkplatz? --- hmm , gibbets fast keinen, aber dafür regt sich keiner auf, wenn man mit dem halben Womo auf dem
Gehsteig steht. (Ne, ich war nicht der einzige Falschparker)
In den nächsten Tagen gondelten wir die ganze Ostküste (logo, entgegen dem Uhrzeigersinn) hinauf, blieben stehen,
wo es uns gefallen hat
und genossen Flora, Fauna, die Unterhaltung mit den Einheimischen,
das Essen und den sehr guten sardischen Wein (Die Sarden haben auch ein gutes Bier).
Muravera, Tertenia (dort ist eine komplett neue Straße), Bari Sardo, Torre di Bari - überall ein schönes
blau/grünes Wasser, aber zuviel Betrieb, und kein Platz fürs Womo... snief.
Naja, weitersuchen ... südlich von Torre di Bari - das selbe, also weiter nach Norden.
Tortoli, Arbatax, Villagrande waren die nächsten Plätze, Orte und Strände, die wir besuchten.
In Lido Orri wurden wir dann fündig, und dort trafen wir auch auf die ersten Landsleute (Hans und Hanna aus Bramberg),
die wir dann später, weiter nördlich, wiedertreffen sollten.
Ein paar km vor Villagrande (Eisenbahnübersetzung - grüner Zug!) gibt es ein "Agritourist", dort kann man um 22 Euro
(Ein Menüe mit 6 Gängen) soviel Essen wie man glaubt hinterbringen zu können/müssen!
Allerdings sollte man unbedingt vorbestellen, denn so groß ist der Platz nicht!
Den Tipp erhielten wir von einem deutschen Ehepaar mit Tochter (sind schon das 4. mal hier und der WoWa bleibt immer auf Sardinien).
Auch kann man angeblich in Arbatax ein Boot mieten um zum Golfo di Orosei (Cala Fuili, Cala de Luna oder Cala Sisine) zu kommen.
Das müssen wir das nächstemal ausprobieren.
Was uns auf diesem Platz nicht gefallen hat: die vielen Stechmücken ... (aber das Wetter ist heuer auch beschi..en feucht) :<(
Dann gings weiter die Strecke Lotzorai, Baunei und die Pässe Genna Arramene, Genna Goggina, Genna Scalas, Genna Sarbene mit
einer herrlichen Aussicht auf den Mt. Oseli, Genna Cruxi und ganz oben Genna Silana mit 1017m asl, Dorgali, Orosei.
Ab Lotzorai geht es in die Berge hinauf in Richtung Baunei
,
dort angekommen wird die Straße noch "etwas"
schmäler und ich sagte noch, naja, wir sind ja schon durch ...
Ingrid sagt "Nein, dort hinten wirds um die Kurve wieder eng", und schon kommt uns ein großer Linienbus entgegen.
Das Mädchen vom Straßen-Cafe mußte aber erst die Stühle und den Tisch wegräumen, damit wir ausweichen konnten.
Rüchwärtsfahren ging nicht, da schon einige PKW`s hinter uns standen - einer sogar im "Schatten" der Rückspiegel
(fein wenn man eine Rückfahrkamera hat) *g*.
Nach 2 Minuten waren wir am Bus (und er an uns) vorbei und es ging weiter hinauf in die Berge.
Ich denke, ich sehe nicht recht, da haben sie doch glatt ein Fußballstadion am Hang aufgebaut.
Wenn der Ball über das Netz fliegt, dann is der weg, denn dort geht es locker 200 m hinunter ;)
Die Straße geht auf über 750m hinauf (viele, enge Kurven, und mit einem Womo-Gespann sicher nicht so leicht zu fahren),
dann kommt man auf eine Hochebene (Genna Goggina) mit gut 700m, dort weiden Tiere wie Pferde, Kühe, Schafe, Hausschweine und Ziegen.
Auch dauert es nicht lange, bis wir an einer Tafel mit "Agritourist" vorbeikommen und ich werde doch glatt hungrig.
Dann gehts an einer Tafel vorbei, wo groß "Aperto" drauf steht.... Aperto?... Offen?...Schnee?, und ich dachte, es geht wieder bergab ;).
Nix da, nun geht es erst ans eingemachte und wir fuhren weiter hinauf... eine traumhafte Aussicht erwartete uns ...
Kurz nach den ersten Kehren gibt es links eine schmale! Abzweigung nach Urzulai, die schmale Straße muß
mit einer Enduro super zum Fahren sein ... Die Strecke ist stellenweise voll in den Fels gehauen!
Einfach eine Traumstraße, mit echtem Weitblick nach unten, teilweise aber sicher nichts für Schwindelanfällige
Menschen, denen es graut, wenn man über 700m den Abhang hinunterschauen muß/soll ...
Kurz vor dem Paß ist so eine Stelle, da geht es links steil hinauf, und rechts halt steil runter,
Oben auf der Paßhöhe angekommen (1017m) muß man einfach stehenbleiben und die Umgebung genießen.
Aussteigen? -- is nich, denn sofort sind 2-3 Wildschweine (Wilde Hauschweine?) bei der Tür und warten! - KEIN Scherz ;)
Die Insassen vom ital. Womo gegenüber und wir grinsten uns deswegen freundlich an.
Auf der anderen Seite geht es ca 25km runter bis nach Dorgali
... ja, fast 45 Minuten!
Dort gibt es auch eine Entsorgungsstation für Wohnmobile... beschildert!
Cala Gonone - noch immer Tourismus pur (ansonsten könnte man es hier schon aushalten *g*),
also ab durch die Mitte, der Abstecher über die Serpentinenstraße hinunter hat sich leider nicht gelohnt!
Wenn es regnet oder es ein Gewitter gibt (viel Wind), würde ich diese Strecke mit den Pässen sicher NICHT befahren,
sondern (wenn mich das Wetter überrascht hat) auf der Hochebene warten (dort gibt es auch das Agritourist!).
Auch ist das Wetter am Vormittag sicher stabiler als nachmittags.
Ich bin kein Feigling, aber Vernunft ist immer besser als falscher Ehrgeiz, denn der Straßenbelag ist mir einfach zu glatt.
Er erinnert mich an den Velebit/Kroatien und an den Katara_Paß/Griechenland, wer die kennt, der weiß, was ich meine.
Auch ist es nicht besonders schlau mit einem langen Gespann dort rüberzufahren, aber es wird sicher viele geben,
die dort rüberfahren ... aber: ob sie diese Strecke ein 2.mal fahren?
Und eh schon wissen: Im Uhrzeigersinn fahren gilt nicht :O)
Das einzige, daß mich echt beunruhigt hat, waren die vielen Steine auf der Straße zwischen Baunei und Dorgali - Steinschlag,
aber wir haben keine Schramme abbekommen.
Ahja, nochwas: kauft euch in Sardinien (gilt natürlich für alle Länder) die Straßenkarten!
mind! 1:250 000 (oder besser noch 1:100 000), denn erst da sieht man, welche Straßen einen erwarten :O))
Ich fahre schon sehr lange mit GPS und Routenplaner, aber eine Karte aus Papier kann durch nichts ersetzt werden ;)
Einem Routenplaner ist es nämlich komplett egal, ob du dort mit einem Womo oder Wowa durchkommst/um die Ecke kommst, in einer
guten Karte sieht man solche Hindernisse ... eventuell, grins
Vor Orosei gibt es einen Marmorabbau
und wir fahren ja regelrecht
über den Marmor drüber.
In Orosei roch es, bedingt durch den sehr starken Regen vom Vortag, nach Überschwemmung (das wurde mir dann später auch bestätigt!).
Der Inhalt im Kühlschrank ist schon ziemlich am Minimum, und so blieben wir an einem kleinen Supermarkt am nördlichen Ortsrand stehen
und kauften, kurz vor Ladenschluß, ein.
Es ging dann weiter nach Capo Comino, dort fanden wir an einer Kreuzung das Restaurant "Eucaliptus" und wir fuhren auf den Parkplatz.
Zuerst gabs ein Superessen mit allem "drum und dran", und als Draufgabe die Einladung, wir sollen uns doch hier das Formel1-Rennen anzusehen.
Na klar, diese Einladung wurde begeistert angenommen... pfeif auf den Zeitplan, wir sind im Urlaub.
Für Fans von Agritourist:
An der Kreuzung links abbiegen und noch ca 5km weiterfahren, dort gibt es auch viel zu Futtern ;)
Nach dem F1-Rennen ging es weiter in Richtung Santa Lucia, aber dort erwartete uns eine große Enttäuschung!
Der Strand com CP "Selema" war derart schmutzig, daß einem ganz anders wurde ... und dann noch ca 1 1/2 m hohes, altes Seegras.
Bevor man dort ins Wasser gehen kann, muß man über eine Art Steg drüber!
Die sind dort offenbar einfach zufaul um das Gras abzutransportieren ... :O(
Wir waren an diesem Nachmittag nicht die einzigen, die diesen Strand schnell wieder verlassen hatten.
Also:
Ab durch die Mitte und den nächsten Platz gesucht ... Sa Caletta, Posada entsprachen nicht ganz unseren Vorstellungen.
Am CP "La Cinta" in San Teodoro trafen wir zufällig Hanna und Hans wieder, und bekamen die Info, daß es 1km weiter
südlich einen fast leeren Platz gibt.
Außerdem gibt es hier soviele Stechmücken, daß einem ganz anders wurde, das Preis/Leistungsverhältnis stimmt
ebenfalls nicht ganz :o(
Zitat Hans: "folgt uns, wir lotsen euch schon" - gesagt, getan und wir fanden einen sehr schönen
Platz
für die restlichen 3 Tage ... häh? nur mehr 3 Tage? ... snieeef
Ein Ehepaar aus Tirol (IL), Hans und Hanna aus Bramberg (ZE) und wir (BM), das paßte ;)
Am letzten Tag gesellten sich noch Jutta und Hubert, ein Ehepaar aus Kärnten (SV) dazu.
Leider mußten wir abends von diesem Platz abreisen, da wir nach Olbia zu unseren Bekannten fahren mußten,
wir hatten ja morgen um 0815 die Fähre nach Livorno :O(
Also rein ins Getümmel von Olbia (ca 60000 EW), immer der Nase lang (SS125), als ich dann rechts abzweigen
sollte, war ich schon vorbei und es ging in Richtung Hafen anstatt in die Innenstadt.
Na gut, " wir wollten ja schon immer etwas mehr von Olbia sehen", also was solls, dann kommen wir halt wieder
von Norden in die Stadt, den Weg kennen wir ja mittlerweile ;)
15 Minuten später waren wir am Zielort und wir parkten wieder neben der Kirche ... der letzte Parkplatz war offenbar
für uns freigehalten worden, also rein in die Lücke.
Aha, da war gerade ein Gottesdienst, darum war alles voll - egal, wir setzten uns in das gegenüberliegende Cafe und ich
genoß ein letztes "Ichnusa" - Peter Horny (News-D.R.R.C.) möge mir verzeihen, er mag ja nur "Reinheits Bier" grins.
Um 2015 holte uns Erich ab, und wir verbrachten wieder einen wunderschönen Abend mit ihm und seiner Familie,
sowie seinem besten Freund Mario ("Cheffe di Polente") mit Gattin ...
Um fast Mitternacht gings in die Federn, denn um 0530 wollten/sollten wir ja aufstehen, um die letzten 23km nach
Golfo Aranci zu fahren - sicher ist sicher: der Wecker wurde auf 0530 gestellt.
Würg, das war ein hartes Aufstehen nach der Feier/Unterhaltung (äh, dem Zusammensitzen) vom Vorabend :O)
Nachdem wir fast zugeparkt waren/wurden, hieß es mal schnell wach werden und Ingrid mußte mich zwischen
den PKW`s durchlotsen ... So mancher Außerspiegel mußte verdreht (NICHT mit dem Womo) werden und es ging
dann Stadtauswärts in Richtung G.Aranci, wo wir kurz nach 0610 eintrafen.
Ticket, wie schon bekannt, erhalten, auf die Frontscheibe geklebt und rüber zum Warteplatz ...
Um 0750 fuhren wir auf/in die Fähre und wir begaben uns dann ins Restaurant zum Frühstücken,
zuerst Kaffee und dann noch schnell ein Bierchen hinterher, da die Kehle ziemlich trocken war ...
Aber dann gings ab in die Heia, schließlich hatten wir eine Kabine, und 6 Std Zeit, um den versäumten
Schlaf vom Vortag nachzuholen.
Auch mußte das komische Brummen im Kopf beseitigt werden .... grins.
Kurz vor der Insel Elba wachte ich auf und riskierte einen Blick hinaus 
In Livorno kamen wir um 1420 an, da wir auf Sardinien einer der letzen waren die auf die Fähre fuhren,
sind wir nun eben einer der ersten, die vom Schiff runterkommen.
15 Minuten später waren wir schon auf der Schnellstraße Richtung Empoli und Firenze, dort wurde dann
auf die Autobahn gewechselt und es ging etwas später wiedermal den Apenin hinauf.
15 km vor Bologna suchten wir uns einen CP zum Übernachten, der sagte uns aber nicht zu, und so fuhren
wir retour, wieder auf die Autobahn und bei der nächsten Ausfahrt wieder runter :O)
Die Ausfahrt ist bei "Sasso Marconi", der Campingplatz nennt sich "Picolo Paradiso".

Sanitär sehr sauber und sehr ruhig gelegen - Den Lärm der Autobahn hört man (entgegen meinen
Befürchtungen) nicht.
Aufgestanden sind wir erst um 0900 Uhr, also relativ spät, aber wir hatten ja genug Zeit, zumal wir auch noch
in Kärnten eine Übernachtung eingeplant hatten.
Der Platz war dermaßen ruhig, daß es einem schon auffiel, daß es eben so leise ist ;)
Also mal genüßlich in Ruhe gefrühstückt und dann ging es weiter in Richtung Heimat.
Es gab, wie üblich auf dieser Strecke, wieder jede Mende LKW`s mit ihren Überholmanövern, und
so gabe es halt immer wieder Stau, aber das kennen wir ja sowieso schon.
Auf dem Parkplatz Udine_Süd gab es wieder den traditionellen Fahrerwechsel und ich fuhr weiter, bis wir
in Kärnten/Ossiachersee am CP Terassencamping kurz vor 15 Uhr ankamen.
Die Mittagsruhe endet hier um 15 Uhr, wir konnten also kurz darauf schon auf den Stellplatz fahren.
Womo waagerecht gestellt, Markise, Tisch und Sessel raus und schnell ein Bier genossen ...
So ca eine Std später (ich döste gerade vor mich hin) hörte ich ein Grollen, das wie ein
Donner klang ... und schön langsam wurde ich wach ... Ein paar Minuten später wars dann höchste
Zeit wieder alles im Womo zu verstauen und um die Markise einzufahren .... seeeehr witzig.
Auch gut, dann schlafe ich eben im Womo weiter ... gesagt, getan ... chr chr chr.
Kurz vor 18 Uhr machten wir uns in Richtung etwas eßbares und wurden fündig.
Den Abend/Urlaub haben wir bei einem sehr guten Essen und gutem Wein (wie fast immer) ausklingen lassen.
Die verbliebenen 185 km bis nach Hause waren dann der letzte Rest des Weges eines sehr schönen Urlaubes.
... und unsere beiden Katzen setzten wieder (wie üblich wenn wir von einer Reise nach Hause kommen) auf
"voll beleidgt" und straften uns den ganzen weiteren Abend mit Ignoranz.
Conclusio:
- Wir werden 100%-ig wieder nach Sardinien fahren!
- So teuer, wie uns viele berichtet haben, ist Sardinien nun auch wieder nicht, man muß nur suchen.
- Im Vergleich zu Griechenland sind die Strände aber nicht (wie uns viele berichteten) um sovieles
schöner oder besser ... im Gegenteil, wir kennen in Griechenland Strände, die können locker mithalten!
- Die Angestellten im Speiseraum der Fähren von Sardina_Ferries könnten ruhig etwas freundlicher sein,
denn sie waren, im Gegensatz zum Personal von Griechischen Fähren, richtig mürrisch ...
Wir haben dann deswegen auch eine Hauptmahlzeit "gestrichen".
- Alle Straßen sind in einem sehr guten Zustand, auch relativ kleine Nebenstraßen.
- Sehr gestört haben uns die, teilweise, sehr schmutzigen Straßenränder (speziell im
Landesinneren auf den Hauptstraßen (Nuoro).
- Die Menschen sind extrem freundlich (auch die Jungen!), wenn sie auch 2-3 Tage brauchen, bis sie "auftauen" ;)
Wir merkten aber sehr wohl, daß sie uns sehr aufmerksam beobachteten, aber das machen auch die Italiener
in Calabrien unten.
Wir hörten ca 1 1/2 Wochen kein deutsches Wort, kein Wunder, wir saßen/standen ja meist inmitten
der Einheimischen Bevölkerung.
- Ich bin ja auch ein begeisteter Bootsfahrer, und es fiel mir sehr positiv auf, daß ich in diesen Wochen
keinen einzigen Rowdy auf dem Wasser erleben durfte/mußte - ok, diese Spinner mit den "Jet`s" sterben eh
nie aus, aber die treiben sich eh nur in den Touristenhochburgen herum (in extremer Strandnähe!,
sonst haben diese Schwachsinnigen ja keine Zuschauer), aber dort waren wir sowieso nie.
Zum Abschluß noch ein paar Eindrücke ...
|
Wir besuchten die Insel wieder im Jahr 2007 und auch 2011