| Juli, August 1988 - Dauer: 5 1/2 Wochen (Wohnwagen) |
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Chalkidikis via Autoput/Jugoslawien
Abfahrt um 19Uhr abends bei herrlichem Wetter, leider wurde die Stimmung kurz vor der Jugoslawischen Grenze durch
ein Dröhnen jäh unterbrochen.
Oops, da wird doch der Endschalldämpfer nicht etwa ...? Nix da, erstmal wird bis Krapina weitergefahren.
Da sich an der Tonlage nichts änderte, wurde an der Tankstelle in Krapina angehalten und, nach dem Tanken, mal kurz unters Auto geschaut.
Ooooh doch, der Enddämpfer war am abbrechen, na Suuuper...
Was tun? Schweißen an der Tankstelle konnte ich es nicht, denn sie hatten kein Schweißgerät, also kurzerhand
mal am Enddämpfer gedreht und das Teil war herunten, rein in den Bugkasten und fertig.
Joi, nach dem Starten kam ein Sound aus dem V6, daß es eine Freude war, nur etwas (zu) laut.
Ich kann mich noch gut an die Gesichter der beiden LKW-Fahrer erinnern als ich den Motor startete, :O>
Das mich durch ganz Jugoslawien kein einziger Polizist/Grenzer wegen dem Lärm angehalten hat, ist mir bis heute noch ein Rätsel ...
Die Weiterfahrt wurde bis nach Okucani fortgesetzt, dort haben wir dann unser Gespann zwischen den LKW`s geparkt
und legten uns in den WoWa um ca 2330 zum Schlafen.
Wohlausgeruht (ja, kein Kühlwagen störte uns) fuhren wir dann um 0600 weiter Richtung Beograd.
Unterbrochen durch viele Stau`s (Unfälle - leider auch mit tödlichen Verletzungen - und Straßenbau) kamen wir dann
in der schönsten Mittagshitze in Beograd an.
Kein Problem mit Stau, rauf auf den Hügel und auf der anderen Seite wieder runter Richtung Mautstelle.
Mittagspause in Michajlovac (da wollte mich doch ein Tankwart mit 10Liter Sprit linken - tja, Pech für ihn) und Weiterfahrt nach Nis.
Einfahrt in Nis ... kein Problem.... DENKSTE ... da war doch diese Abzweigung nach Sofia!
Hach, da hatte ich glatt diese Ampel übersehen ... und stieg voll in die Eisen... Quiiitsch und wir standen.
Puuuh, nochmal gut gegangen und unschuldig in die Gegend geschaut. Außer ein paar grinsende, einheimische, Autofahrer habe ich
eigentlich nichts gesehen... doch ... ich sah viele Bremspuren im Rückspiegel, ich war also nicht der erste, der sich dort verbremst hat ;)
Eine Stunde nach Nis waren wir in Predejane und fuhren in den, noch fast leeren, Übernachtungscampingplatz hinein.
WoWa eingeparkt, Auto abgekuppelt, Stützen runter und ab ins Restaurant, der Durst und der Hunger waren groß.
Nach dem Abendessen gings um 2200 in die Heia, denn um 0600 war die geplante Abfahrt.
Leider hatten wir morgens starken Nebel, da ging nix mehr mit Tempo 90-100, sondern 50-60 ... :(.
In Vrane lichtete sich der Nebel und man(n) konnte wieder etwas mehr am Gas stehen und "Kilometer machen".
Die Strecke von Vrane bis Gevgelija (knapp über 200km) zog sich dann gewaltig in die Länge, aber es gab wenigstens keine Stau`s.
Ich weiß nicht, wie oft ich den Straßenzustand zwischen Leskovac und Bujanovac verflucht habe (1-2cm Höhenunterschied bei den Betonplatten),
aber nach, endlosen, 4 Std waren wir an der Grenze angelangt und wurden relativ schnell abgefertigt.
"Ya sou (geia soy, gia sou, jasu, jassu) Elada" ... wir waren in Griechenland!
Auto und WoWa wurden natürlich in den Reisepaß eingetragen und fertisch ...
Gleich nach der Grenze machten wir mal eine Pause.
Wääh, nach dem Öffnen des Kühlschrankes kamen uns schon mal 3 kaputte Eier (rohe!) entgegen (diejenigen, die aus der Halterung
gesprungen sind).
"Ingrid: Schaaaatz, 3 Eier und den kleinen Teppich können wir abschreiben ... Ich: Schei.e, naja Pech, schmeiß alles in die Tonne ... Ingrid: ok .."
Ich denke, ich weiß, wo ich da (wohl etwas ZU schnell) über eine "Bodenwelle" gerauscht bin... bei Demir Kapija :-)
Die Straße zog eine S-Kurve und ging über eine Eisenbahnübersetzung etwas schräg, rechts, nach unten.
Mich wundert es noch heute, daß kein Glas, kein Teller kaputt ging (damals hatten wir noch "normales" Geschirr mit!)
Die Fahrt durch Thessaloniki war eine der Höhepunkte dieser Fahrt, denn dort kümmert sich keiner um Ampeln, Linien oder Fußgänger.
In knapp 50 Minuten waren wir durch und nahmen die Strecke nach N.Moudania in Angriff, dort angekommen stellte sich auf der Kreuzung die Frage:
Gerade drüber, oder links weiterfahren?
Links abbiegen kann jeder denke ich mir, und wir fahren geradeaus Richtung Süden um in Kallithea dann nach Westen abzuzweigen.
Unser Aufenthalt war zwischen Siviris und Possidi, mit etlichen Ausfahrten nach Paliouris und rüber nach Sithonia.
Ohne An- und Abreise sind wir ca 1600km gefahren, haben Strände gesucht und auch viele leere! gefunden ... einfach traumhaft.
Ahja, der Auspuff wurde dann nach 3 Wochen in Kassandria repariert, ich hatte einfach "keine Zeit"... *bg*
Schade, nach etlichen Wochen hieß es dann leider "Kalo Taxidi" ... snieeef - aber die Heimfahrt lief ohne Probleme über die Bühne.
Man(n) mußte nur beim Tanken und beim Überreichen der BenzinBons aufpassen!
Aber das kannten wir ja schon ... ZUERST Tank voll, DANN BenzinBons ... grins.
Ich habe selten soviel Verkehr auf der Strecke zwischen Beograd und Zagreb erlebt, nicht mal eine einzige Lücke für ein 11m Gespann
war zu finden, also hieß es weiterfahren bis wir eine Stelle zum Anhalten/Übernachten gefunden haben.
Den Platz fanden wir dann auch in der Nähe von Lucani/Sl.Brod..
Ziemlich geschlaucht legten wir uns schlafen, um (echt gut ausgeschlafen) am frühen Morgen Richtung Heimat weiterzufahren.
Gesamtkilometer: ca 4100km.
Maut für Jugoslawien: umgerechnet ca ATS 740.- = ca EUR 54.-

| Juli, August 1989 - Dauer: 6 1/2 Wochen (Wohnwagen) |
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Chalkidikis via Autoput/Jugoslawien
Wir fuhren diesesmal (mit Honda Accord und 30PS mehr als letztes Jahr) wieder, wie üblich, abends Richtung Süden ab.
Tankstopp in Lucani (1 Std Wartezeit) und dann die Übernachtung auf dem Autobahnparkplatz zwischen den LKW`s (fein, wieder kein Kühlwagen).
Um 0615 ging es dann weiter Richtung Beograd, Nis und Predejane mit den üblichen Stau`s und Unfällen.
Ankunft in Predejane um 1530, Einrangieren, Abkuppeln und ab ins Restaurant. Da wir um 0600 wieder weiterfahren wollten, legten wir uns um ca 2200 in die Heia.
Die Griechische Grenze erreichten wir um ca 0930 und waren in 30 Minuten abgefertigt.
... und wieder durch die Stadt Thessaloniki (Der weiße Turm läßt grüßen), nach ca 50 Minuten waren wir durch und freuten uns ...
Denkste: zu früh gefreut, es staute sich bis nach N-Moudania. Dann allerdings ging es relativ flott weiter bis zu unserem bekannten Ziel.
Nachdem unser Platz vom Vorjahr schon besetzt war, suchten wir halt eine andere Stelle zum Campieren und fanden auch einen nach unseren Vorstellungen.
Wir kannten ja schon "unsere" Plätze, darum waren es auch nur 800km die wir in Griechenland herumkurvten.
Leider gab es auch dieses Jahr viele Brände und man hörte/sah tagelang die Löschflugzeuge.
Man sagte uns sehr oft, daß es Brandstifter seien, aber es liegt sehr viel Glas in der Wiese (Abfall) herum und die Wirkung eines Brennglases in Verbindung mit der Sonne kennt jeder!
Wie üblich besuchten wir Bekannte auf Kassandria und Sithonia, grillten und unterhielten uns über Gott und die Welt.
Der Amateurfunk kam mir für das Verabreden sehr zugute, da ich damals noch kein Handy besaß ... gab es damals eigentlich schon GSM-Handies?
Nach ca 7 Wochen war dann leider wieder "Schluß mit lustig" und die Heimreise "durfte" angetreten werden.
Da wir uns von einigen Freunden erst relativ spät verabschiedeten, wir an der Grenze fast 2 Stunden warten mußten, wurde am Übernachtungscampingplatz in Predejane übernachtet.
Nach einer ruhigen Nacht ging es um 0650 in Richtung Nis, Beograd weiter.
Vor Beograd war dann mal für 2 Stunden Schluß mir dem Fahren, da wir uns an der Mautstelle anstellen mußten .. Naja, eine Pause tat uns ja ganz gut.
Also: Sitzlehne gekippt, Füsse aufs Lenkrad und mal kurz dösen, die hinter mir werden schon hupen, denn an mir kommt sowieso keiner vorbei.
Nach fast 1 1/2 Stunden klopfte jemand ans Fenster und hält mir eine Tafel mit dem Preis für die Maut unter die Nase.
Puuh, der/die Dinar verlor aber viel an Wert in diesen Wochen :O(. Das sollte sich aber 1990 noch um EINIGES verschlimmern ...
Einige Kinder wollten die Autoscheiben zum X-ten mal putzen (sie schufteten und die älteren kassierten am Straßenrand ab), aber als ich dann mal sauer wurde, und so richtig losbrüllte, war dann endlich Ruhe.
Für solche Situationen war es immer gut, wenn man mehrere 1 DMark_Stücke "lagernd" hatte.
Später dachte ich mir, was wäre gewesen, wenn sie das Auto oder den Wowa mit einem Nagel "beleidigt" hätten?
Es war wohl zuviel Polizei präsent - offenbar mein Glück. - Jo mei, man lernt nie aus ...
Auch an den Tankstellen zwischen Nis und Zagreb gab es immer wieder neue Überraschungen, die Tricks wurden immer dreister.
Darüber kann ich, wie sicher viele andere auch, einiges erzählen grins.
Aber: WENN man auf das "fahren, fahren, geht, geht, nix warten" der Tankwarte ohne Hektik reagierte, dann merkte man sofort, wo versucht wurde zu schummeln.
Ich habe vorher noch nie solange Zapfschläuche wie in Jugoslawien gesehen, 8-10m waren bei den Großtankstellen keine Seltenheit.
Da half nur: Dem Schlauch nachgehen und wenn an der dazugehörigen Zapfsäule "NULL Liter" zusehen war, dann hob ich die Hand und Ingrid öffnete den Tankdeckel.
Stimmt, dafür erntete ich so manchen "freundlichen Blick", aber mich erwischten sie auf dieser Strecke nur einmal, und das war 1988 während unserer ersten Fahrt.
Und: wenn ein Tankwart wie ein Wasserfall redet (egal wo in Europa), dann "brennt" ja sowieso der Hut.
Die Ankunft im trauten Heim war ziemlich genau um Mitternacht. Wohnwagen abkuppeln? - denkste, ab ins Bett.
"Was du heute kannst/könntest besorgen, verschiebe ruhig auf Morgen".
Gesamtkilometer: ca 3600km.
Maut für Jugoslawien: EXTREME Verteuerung (Mehr als das doppelte gegenüber dem Vorjahr)
Umgerechnet ca ATS 1800.- = ca EUR 131.- (Inflation in 6 1/2 Wochen ca 50%!)

| Juli, August 1990 - Dauer: 8 Wochen (Wohnwagen) |
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Chalkidikis via Autoput/Jugoslawien
Auch diesesmal starteten wir abends Richtung Griechenland.
Nach unserem bekannten "Schema" fuhren wir durch Jugoslawien, also: 1. Übernachtung nähe Sl.Brod, Tanken und
Pausen wie üblich an den uns schon bekannten Stellen.
In der Nähe von Beograd unterhielt ich mich sicher eine halbe Stunde lang mit einem jungen Serben, der mir vieles über die
schlechte Lage in seinem Land erzählte. Er meinte noch, daß es wohl bald Krieg geben könnte, denn die Leute haben sehr
wenig Arbeit, der Dinar ist nichts mehr Wert und alles bricht zusammen. Ich meinte dann zu ihm, er solle nicht so negativ denken,
leider sollte er Recht behalten :O(
Langsam entwickelt sich das Schummeln der Tankwarte zu einem Ärgernis für viele Urlauber. Aber es macht ja fast Spaß,
denen zuzusehen, wie/was sie so alles versuchen, und wie belämmert sie dreinschauen, wenn sie erwischt werden :O)
Ein Beispiel:
Der freundlich plappernde Tankwart hat bei 10Litern auf der Zapfsäule aufgehört zu tanken, und ist zur nächsten
Zapfsäule gegangen, holte den Schlauch und hat (nach meiner Kontrolle) dann weitergetankt.
Auf meine Frage hin, warum er aufgehört hat, antwortete er: "is sie leer, nix mehr Benzina" - aha, genau bei 10Litern.
Als ich einem Bayern hinter mir zurief, daß er wahrscheinlich gelinkt werden soll, kam er zu mir nach vorne und
fragte mich: "Wie will er mich linken?"
Ich: "Auf dieser Zapfsäule sind schon 10 Liter drauf und der Zapfhahn steckt nicht 100%ig drinnen, dadurch wird die
Anzeige nicht auf Null gesetzt, also paß auf".
Ich stellte mein Gespann etliche Meter weiter vor und schaute, was da kommt (soviel Zeit muß sein, und dabei lernt man
am besten grins) - es kam, wie es fast immer vor sich geht:
Plapper, Plapper - "fahren, fahren, gemma, gemma, geht, geht...".
Der Besitzer vom BMW zeigte ihm die Benzingutscheine und er begann zu Tanken.
Als der Tank voll war machte der Bayrische Kollege (so ein gut 120kg/1.90m Mannsbild) etwas, was ich noch nie vorher gesehen habe:
Tankdeckel zu und dann zerriß er die Benzingutscheine vor den Augen des echt verduzten Tankwartes in ganz kleine Schnipsel ...
Erst als der rote BMW mit dem Gespann anfuhr, reagierte der Tankwart mit "policia, policia", aber der BMW war weg.
Oft mußte man fast eine Stunde warten, bis man and die Reihe kam - da sah und hörte man sehr viel ;-)
Viele schadenfroh grinsende Gesichter bekam er zu sehen, denn das vergönnte ihm so manch wartender Urlauber.
Stimmt, JA! ... auch ich grinste breit und setzte mich zufrieden ins Auto, startete den Motor und wir fuhren Richtung Predejane weiter.
Wir übernachteten dort, wie üblich, am Campingplatz neben dem Motel (Zwangspause ... mich hat eine Zigeunerhochzeit mit zjee-ve-lee "vergattert, versenkt").
Am nächsten Tag wars dann zu Ende mit dem "Gasgeben", denn der Vardarac (Starkwind) pfiff uns, ab Skopje, von der Seite gewaltig an.
Durch das Vardar-Tal in Mazedonien mußte ich sehr aufpassen, da der Wohnwagen teilweise ins Schlingern kam...
Auch wurden alle Brückenübergänge ausgebessert - d.h. der Asphaltbelag war noch nicht drauf - das ergab ENORME "Bodenwellen" vor den Brücken!
Somit gings dann relativ langsam (max. 60km/h) weiter bis zur griechischen Grenze und nochmals durch den Hexenkessel Thessaloniki
Die Umfahrung war erst/schon/noch immer im Bau. Erst ab Nea-Moudania wurde der Wind "ruhiger" :O(
Schön, wenn man seine griechischen Freunde und Bekannten auf den diversen Camping- und Stellplätzen wieder trifft!
Viele Österreichische Freunde und Bekannte waren natürlich auch wieder auf Sithonia anzutreffen ... Souflaki, Retsina, Metaxa, Tsipouro ...
Wir genossen diese herrliche Zeit, leider vergingen diese 8 Wochen fast wie im Fluge und wir mußten wieder nach Hause :<(
Wir trafen unsere Freunde in N-Moudania (Sie kamen von Sithonia rüber) und fuhren dann gemeinsam in Richtung Grenze.
Ca 6km vor der Grenze zu Jugoslawien gabs Stau, Stau, Stau (Die Jug. Zöllner filzten ihre Landsleute gewaltig)...
Über 4 Stunden Wartezeit (2000-0015) in Gevgelja schlauchten uns ganz ordentlich, dafür gings dann in den Free-shop
zum Abkühlen (Klima), äääh zum Einkaufen.
Wir beschlossen spontan, die Nacht durchzufahren und in Nis an der Tankstelle eine Ruhepause zu machen, gesagt, getan und los gings.
Da ich sehr gerne in der Nacht fahre störte mich es nicht allzusehr, wichtig war, daß man viel Mineralwasser trank!
... und nicht nur RedBull :O)
Die Nachtfahrt war eine gute Wahl, denn es gab fast keinen Verkehr und ich konnte mit 6 Scheinwerfern (ein paar Tage vorher montiert) die Straße sehr gut ausleuchten.
Ich weiß, es ist verboten mit 6 Scheinwerfern zu fahren (Ich hatte aber eine starke Lichtmaschine, sowie einen extra Schalter zum Dazuschalten
der Extrastrahler), aber lieber voll mit Licht und kein Pferdefuhrwerk kommt mir ungesehen "entgegen"!
Auf Sicht fahren?, klar, darum die Scheinwerfer, denn da gabs fast nie Straßenlaternen, es war also Stockdunkel ;)
Wir kamen also sehr gut voran, und waren um 0400 in Nis an der Tankstelle wo wir uns uns für 1 Std ausruhten.
Dann bei beiden Autos Fahrerwechsel und weiter gings bis zur Mautstelle vor Beograd ... Stau, Stau ... An den Preisen sah man schon, daß
der/die Dinar am Boden war, es gab einen extremen Verfall (bis zu 65% in 8 Wochen!), und wir haben bei unseren 6 Fahrten durch Ex_Jugoslawien,
vorher noch nie soviele Menschen, an den Straßenrändern stehend, betteln gesehen!
DAS tat uns echt weh, und sitzt heute noch im Gedächtnis.
Zwischen Beograd und Sl.Brod gab es viel Verkehr aber komischerweise wenig Stau. Bis Zagreb kein Stau und bei der Einreise nach Österreich
wurden wir einfach durchgewunken ... Kein: "Gruß Gott, homa wos zu verzolln"? - Klar, die machen auch nur ihren Job, aber das gabs noch nie ;)
Aber Richtung Süden gab es dafür Kilometerlange Stau`s, wieder mal Glück gehabt.
Gesamtkilometer: 4400km ...
Maut für Jugoslawien: umgerechnet ca ATS 1210.- = ca EUR 88.- (billiger als 1989 - da MautBons vom Autoklub gekauft!)
Wir rochen förmlich, daß es für längere Zeit kein Griechenland mehr geben wird ... snieef.
Zwischen Nis und Beograd gab es schon etliche Truppenbewegungen zu sehen, und wir ahnten Ende August schon
was auf uns zukommen könnte. Wir informierten uns über die Deutsch- und Englischsprachigen Nachrichten
auf Kurzwelle sowie im Amateurfunk - Ich bin wirklich froh den "Funk" im Auto zu haben!).
Leider irrten wir uns nicht und es wurde kurze Zeit später dann traurige Realität :(
Bedingt durch den beginnenden Krieg in Ex-Jugoslawien war dann leider für die nächsten acht Jahre Schluß mit Griechenland.

| Juli, August 1998 - Dauer: 3 Wochen (Wohnwagen) |
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Peloponnes - Messinia via Italien/Ancona
Nachdem es wiedermal höchste Zeit war, Griechenland einen Besuch abzustatten, überlegeten wir uns die Route.
Landweg schied aus, zu unsicher, also blieb sowieso nur die Fähre, nur wo fahren wir aufs Schiff?
Nach einigem Überlegen entschlossen wir uns für Ancona und so begann ich mich im Internet auf die Suche.
Fähren und Routen gabs ja mittlerweile genug, aber wir wollten Camping an Bord und da kam uns die Kriti-II von AnekLinie mit dem
damals besten Preis/Leistungsverhältnis entgegen ... also 5 Monate vorher gebucht und fertig.
Im Juli (loooogo, am späteren Nachmittag) ging es dann in Richtung Ancona ab und wir legten uns bei Mestre (Bazzera)
um 2230 in den Wohnwagen um zu schlafen ... Weiter gings um 0500 Richtung Süden, Ankunft in Ancona um ca 0940.
Ingrid erledigte die Paßformalitäten und ich wollte mich bei umgelegter Sitzlehne ausrasten.
Ein Zollangestellter sagte mir, ich solle gleich zur Kriti-II fahren und mich dort anstellen.
Jetzt schon um 1000? - die Fähre legt ja erst um 1430 ab.
Das macht nichts sagt er, denn heute steckt alles im Hafen und dann hätte ich sicher Probleme um auf das Schiff zu kommen
Nagut, ich sagte artig danke und stellte mich in die Reihe, wir waren die Nummer 3.
Um 1200 begann (na klar, mit der üblichen Hektik) das Einschiffen und wir ergatterten einen wirklich
guten Platz neben den offenen Fenstern. Für ausreichende Kühlung war also gesorgt.
Dem Hafenangestellten bin ich heute noch dafür dankbar!
Soweit, so gut, bis auf die Tatsache, daß ich es beim Hinauffahren auf die obere Rampe nicht mit der nötigen
Ruhe ablaufen ließ ... Ich fuhr mit dem Gespann sofort und mit max. 3m Abstand hinter einem Fiat Uno hinauf, und
der junge Mann blieb doch tatsächlich, kurz bevor wir ganz oben waren, stehen ... also huuupen (Ich wußte garnicht, daß ein
Kompressorhorm im Schiff sooo laut sein kann) was das Zeug hält, er fährt endlich weiter und wir sind oben (gute Kupplung).
Echt Schwein gehabt, denn ich sah mich schon wieder rückwärts die Rampe hinunterrangieren.
Naja, das hamma ja schon mal woanders "geübt", wäre also eh nix neues gewesen :O).
Hut ab vor 2 steirischen LKW_Fahrern, die verkehrt mit Anhänger! (nix Sattel!) hinauffahren mußten.
Ich glaube, die beiden fuhren noch 4 oder 5 fremde LKW`s hinauf - deren Lenker gaben entnervt w.o. :O)
Die Antwort auf meine Frage, warum sie das so gut beherrschen war: "Wir beide fahren, seit Jahren, alle 2 Wochen diese Strecke".
Es war dann interessant, den anderen beim Rangieren, Schreien, Fluchen, Streiten usw zuzusehen - ich habe mir nie gedacht, daß wir
pünktlich um 1430 ablegen werden ... um 1435 war es soweit, wir fuhren langsam aus dem Hafen.
Am nächsten Tag kamen wir um 1530 griechischer Zeit in Patra an (ohne Korfu und Igoumenitsa), und waren nach einer Stunde
(wir waren einer der ersten in Ancona, daher nun einer der letzten) von Bord - Nach 8 Jahren endlich wieder in Griechenland ...
Raus aus der Stadt Patra und ab Richtung Süden - realtiv wenig Verkehr für Anfang Juli, aber was solls, es geht gut voran.
Wir "grasten" zwischen Killini und Finikoundas so "einiges" ab und waren teilweise von den schönen Stränden überrascht.
Allerdings ist Finikoundas nicht meine Welt - viel zu voll, schmutziges Wasser (mit der Käranlage "geht nix weiter") ... ein Horror ...
Die Strände waren nicht immer ohne Müllhalden, und das stört mich nach wie vor in Griechenland :(
Wenn man "wild/frei" stehen will, dann fragt man am besten bei der Polizeiwache an, und meistens (in der Hauptsaison sicher nicht immer!)
bekommt man für 1 oder 2 Tage ein "Nä!" zu hören.
Wenn sie dann am kontrollieren/verscheuchen sind, dann hat man meist gute/bessere Karten ;)
Den Hund (wir haben keinen) sollte man nicht gleich präsentieren, denn Griechen sind sehr hundefeindlich gestimmt, und das
schlimmste für sie ist, wenn Hunde dort ins Wasser gehen, wo sie selber baden und campieren!
Das gibt dann einen sicheren Crash mit den Einheimischen, man sollte es also möglichst respektieren.
Einge Leser werden auch die Ortschaften Kato (bei Krestena), Kopanaki und Dorio kennen - stimmt, guuuter Grill ;)
Weiter ging es dann Richtung Kalamata und dann Richtung Kardamillis. Dort angekommen, mußten wir uns einfach in den schattigen
Gastgarten setzen um bei einem Bier und gutem Essen auf den kleinen Hafen runterzuschauen.
Gleich nach Kardamillis zweigt eine Straße links ab und führt auf den Berg zur Ortschaft Exohori.
Nach dieser Ortschaft geht eine neue! asphaltierte Straße bis fast ganz hinauf auf den Prof. Ilias ...
Laut den Aussagen der Einheimischen kommt man dort auf der anderen Seite des Gebirgszuges bei Dafni und Krokees wieder in die Ebene.
Wir wollten bei diesen Temperaturen (42°C) aber lieber baden, kehrten auf ca 700m Seehöhe um (laut meinem GPS) und fuhren wieder zum
Strand von Kardamillis - rein ins Wasser, raus und in die Taverne, rein ins Wasser, raus und in die ... yeeeah ....
Wie üblich kam dann der Tag der Heimreise wieder näher und näher, und wir machten uns via
Methoni, Pilos, Kiparissia (gut sortierter Supermarkt) und Pirgos langsam wieder auf in Richtung Patra.
Nach dem üblichen Papierkram, dem hektischen Einschiffen (wieder die Kriti-II) und nach meinem 3. Bier am Oberdeck ging es dann um 1400
raus aus dem Hafen von Patra und wir schauten zielich wehmütig zurück.
Ich glaube (ich bin mir sicher), auch wenn ich 3 Monate hier wäre, auch dann würde mich bei der Abreise die Wehmut begleiten.
Ankunft am nächsten Tag in Ancona kurz vor 1500, aber erst um 1645 waren wir aus der Stadt raus.
Die Carabineri kontrollierten ausnahmslos jeden LKW auf Flüchtlinge, und das dauerte ... jo mei.
Da steckte alles was nur stecken kann, inkl. dem armen Polizisten an der Nachrangtafel beim Verlassen des Hafengeländes.
Der wollte doch allen ernstes von mir verlangen, daß ich im erhabenen Knick/Winkel nach rechts abbiege und
mir dabei die Schlingerkupplung ruiniere ...
Ich sagte ihm das geht nicht, nix Platz zum Ausscheren für meine 11m Gesamtlänge - er sagte das geht ...
ok, der will nicht, ich aber auch nicht, aaalsooo ... "Ah freilli, sorry, aber du kannst mich mal" (dachte ich mir!) und kurz entschlossen
fuhr ich in die Kreuzung ein - als ein Lücke war, gab ich (anstatt rechts abzubiegen und mit unserem Wowa den LKW zu rammen)
geradeaus Richtung Kirche Vollgas und fuhr bergauf, bei der Kirche rechts und wir waren auf einer Art Rampe (29.Setembre).
Von dort sahen wir auf den Stau hinunter und fuhren aus Ancona hinaus, im Rückspiegel sehend, daß es noch etliche
andere so wie ich gemacht hatten :O)) - immer gut, wenn man "etwas" schon kennt.
Die restlichen 800km bis nach Hause waren dann nur mehr "Formsache" ;)

| 27.August bis 13.September 1999 (PKW - Studio) |
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Peloponnes - Argolida via Italien/Venezia
Ein sehr schöner Urlaub in der Nachsaison, und sehr viele (komplett!) leere Strände.
Da wir es uns diesesmal in einem Studio
gemütlich machen wollten, ging es nur mit dem PKW in Richtung Süden.
Abfahrt bei strömendem Regen um 0440. Leider hielt der Regen bis kurz vor Udine die Schleusen voll offen :O(
Dann gab ich den 150 Pferden mal die Sporen und es ging "etwas schneller" in Richtung Venezia weiter, wo wir ohne Probleme um 0935 im Hafen ankamen.
Nun ging alles "Rucki Zucki", Auto im Unterdeck der "Erotokritos" von Minoan_Lines verstaut, und wir waren um 0950 in der Kabine.
Yep, es war Zeit für ein "kühles Blondes" mit Ausblick auf die Auffahrtsrampe ;)
Ausfahrt aus dem Hafen von Venezia um 1200 und am nächsten Tag pünktlich um 2230 Ankunft in Patra.
25 Minuten später waren wir von Bord.
Wir hatten nicht vor, mit dem PKW in der Nacht irgendwo versuchen zu übernachten und darum ging es nach einem
Tankstopp gleich weiter in Richtung Kiato um dort in der Nähe beim McDonalds eine Pause einzulegen.
Naja, wenn wir eh schon mal da sind, dann gehen wir schnell eine Kleinigkeit essen.
Weiter gings nachts, bei Vollmond und fast wolkenlosem Himmel, an der Küste entlang, in Richtung Süden nach
Nea Epidavros. Die beleuchtete Kirche lud einfach zum Anhalten und fotografieren ein.
Um 0445 trafen wir (nach Epidavros bei Nacht, Trahia, Didima
, Kranidi) beim Studio ein
(die Bucht liegt 8km von Porto Helios entfernt).
Um 1200 gabs erst die Zimmer und so gingen wir erstmal am Strand spazieren und setzten uns dann in den Garten.
Nach der Übernahme der Zimmer legten wir uns vorerst mal schlafen... Müde genug waren wir ja.
In den nächsten Tagen besichtigten/besuchten wir auf Agios so ziemlich jede erreichbare Bucht.
Nicht jede sagte uns zu (auch hier gibt es die Müllhalden), aber einige Highlights gab es doch ...
Saladi (Salanti) ist zwar nicht mehr das, was es mal war, aber schön ist es dort noch immer, die Artischockenfelder bei Paralia Irion wachsen
nach wie vor (wenn auch wesentlich mehr Wasserschläuche dazugekommen sind), Essen kann man dort noch immer sehr gut, in der Bucht von Kilada
scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, die Dolinen bei Didimon sind noch da, an der Straße zwischen Ermioni und Galatas hat
sich sehr! viel getan (viele neue Häuser), in der Bucht südlich von Ermioni hat man noch den Platz wie früher, in Methana
kann man immer noch sehr gut Speisen (Promleme gibt es nur beim Suchen/Finden eines Parkplatzes), die Straße zwischen Driopi und Neohori
ist immer noch so steil, bei Nea Epidavros kann man immer noch einen schönen Platz finden, das Essen in Ligourio ist immer
noch sehr gut, den schönen Strand bei Korfos gibt es auch noch immer, auf der Strecke zwischen Neohori und Karnezeika wird einem
nach wie vor flau im Magen (hinauf gehts ja noch), der Strand bei Miloi wird schön langsam schmutzig, die Bucht bei Astros lädt
immer noch zum Baden ein, der Wasserhahn zwischen Neohori und Didima gibt immer noch kristallklares Wasser ab, die kleine Kirche in der Nähe
steht auch noch ... ok genug der "immer`s" und "nach wie vor`s" *bg*
Leonidio -> Kosmas -> AgiosNikolaos hamma diesesmal nicht mehr geschafft - naja, die Gelegenheit wird wieder kommen ...
Leider gab es auch diesesmal ein Erdbeben mit viel Zerstörung und Toten. 70km von Athen entfern merkten wir es
am Strand ca 15-20 Sekunden ganz gewaltig. Abends sahen wir dann in der Stadt im TV das ganze Ausmaß der Zerstörung.
Wie üblich ging der Urlaub wieder viel zu schnell dem Ende zu.
Am letzten Abend haben uns die Besitzer (Andreas und Gattin) zu gegrilltem Fisch und Weißwein eingeladen - hmm lecker kann ich nur sagen.

Am darauffolgenden Tag verabschiedeten wir uns von den Gastgebern und brachen (wie üblich mit einer Portion Wehmut)
in Richtung Patra auf.
Einen Zwischenstopp gab es natürlich in Isthmia
und Korinth
.
Ein gutes Essen gabs dann in der Nähe von Derveni - wir waren wohl die letzten Touristen, es war still/ruhig, oder empfanden wir es,
in Anbetracht der bevorstehenden Heimreise, nur so?
Ankunft im Hafen von Patra um ca 1900
, einchecken, auf die Fähre rauf (dieses mal war es die "Daedalus" von Minoan) und fertig.
Es ist immer wieder ein Erlebnis an der Reeling zu stehen und der Beladung zuzusehen ... Lautes Schreien, Streiten, Einweisen, Diskussionen ...

Schön, wenn man früher ankommt und das alles ohne viel Streß schon erledigt hat.
Als ich so nach unten schaute, sah ich, daß auch ein Arbeitskollege von mir mit seinem Pajero auf die Fähre auffährt.
Genau dieser Arbeitskollege, mit dem ich so oft in Ungarn und Rumänien gewesen bin! (tja, die Welt ist klein).
Ein großes Hallo und es war Zeit für ein gutes Glas Wein (oder mehrere) und um Erfahrungen sowie "last Infos" auszutauschen.
Günter hat ein Haus in Argalasti am Pilion und ist natürlich sehr oft unten ...
Die Ankunft in Venezia
war fast pünktlich um 1030, ohne Probleme gings dann auf die Autobahn und ab Richtung nach Hause.
Wie fast immer, wenn wir aus Richtung Italien kommen, nehmen wir unser traditionelles "UrlaubEndeEssen" beim Urbani-Wirt
am Ossiachersee ein, und beenden so wieder einmal einen herrlichen und erholsamen Urlaub (leider wie üblich - ZU KURZ).
Leider ging einer meiner beiden Fotoapparate über den "Jordan", und so verlor ich ca 70 Fotos, Schei*piep*e!
Na gut, dann habe ich mir eben im Sommer 2000 eine DigiCam gekauft ... tja, kein Nachteil ohne Vorteil :O)